Traumatisierte Tiere besser verstehen
- Alexografie
- vor 6 Tagen
- 11 Min. Lesezeit
Tierkommunikation als unterstützender Weg aus Trauma und Rückzug

Manche Tiere ziehen sich zurück. Sie wirken verschlossen, reagieren empfindlich auf Geräusche, Berührungen, Menschen oder andere Tierbegegnungen.
Ein Hund, der plötzlich nicht mehr spielen will oder sogar aggressiv wirkt, eine Katze, die sich stundenlang unter dem Bett versteckt oder ein Pferd, das zwar steht und „gehorcht“, aber innerlich abwesend wirkt. Und Ihr spürt: Irgendetwas stimmt nicht.
Es fühlt sich an, als gäbe es eine unsichtbare Wand zwischen Euch …
Worum es in diesem Artikel geht
Dieser Artikel soll Euch helfen, traumatisierte Tiere besser zu verstehen. Nicht, um Verhalten zu bewerten oder zu „korrigieren“, sondern um Zusammenhänge zu erkennen und Euer Tier in seinem Erleben ernst zu nehmen.
Ihr bekommt Einblicke in die Entstehung von Trauma bei Tieren, in typische Überlebensreaktionen und in das, was ihnen im Alltag wirklich hilft und was nicht. Außerdem erläutere ich Euch warum Tierkommunikation gerade bei traumatisierten Tieren ein besonders sanfter und wirksamer Weg der Heilung sein kann.
Dieser Artikel soll niemanden antreiben oder unter Druck setzen. Er soll Orientierung geben und Euch darin bestärken, Eurem eigenem Gefühl und Eurem Tier wirklich zu vertrauen.
INHALTSVERZEICHNIS:
Manchmal sind es keine Verhaltensprobleme
Es sind Spuren von Trauma, tief in Körper und Seele verwurzelt. Eine fest verankerte Reaktion des Nervensystems, die das Wesen des Tieres erheblich prägt und beeinflusst.
Viele denken, Traumata betreffen nur Menschen. Doch auch Tiere können PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) entwickeln, wenn sie Gewalt, Verlust, Unfälle oder Vernachlässigung erleben oder erlebt haben. Und oft sieht man ihnen nicht an, dass sie leiden. Denn viele sogenannte „Symptome“ sind Überlebensstrategien, die das Tier entwickelt hat, um mit Angst und Schmerz umzugehen.
Insbesondere bei Haustieren ist ein Trauma für ihre Halter und Halterinnen eine enorme Herausforderung. Doch es gibt immer eine reale Chance, Vertrauen aufzubauen und als Team zusammenzuwachsen.
Genau hier setzt Tierkommunikation an. Als sanfter Weg, ein traumatisiertes Tier wirklich zu verstehen, es zu begleiten, damit es wieder Vertrauen fassen kann.
Trauma entsteht nicht nur im Hier und Jetzt
Es gibt viele Wege, wie Tiere Traumata erfahren:
Direkte traumatische Ereignisse (Schock-Trauma), wie Unfälle, Angriffe durch Artgenossen, Tierarzt-Panik oder Misshandlungen
Entwicklungsdefizite (Derivation), z. B. Vernachlässigung, mangelnde Co-Regulation, fehlende Sozialkontakte bzw. Fürsorge in der sensiblen Prägungsphase
Epigenetisches Trauma (Zucht-/Ahnenreihen-Trauma), durch die Ahnenreihe übertragen z.B. bei Ausbeutung, Missbrauch oder wiederholte Belastungen in der Zuchtlinie und bei Straßenhunden
Traumata sind also nicht nur „Vergangenes“, sie leben weiter im Körper, in der Psyche, im Nervensystem. Und das manchmal über Generationen hinweg. So trägt ein Tier sie nicht nur selbst, sondern kann auch Einflüsse aus der Ahnenreihe spüren bzw. in sich tragen.
Wie erkennt man ein Trauma beim Tier?
Trauma zeigt sich nicht immer eindeutig. Oft tarnt es sich als Verhalten, das wir missverstehen oder sogar falsch bewerten. Dabei handelt es sich meist nicht um Erziehungsmängel oder „Charakterschwächen“, sondern um Überlebensreaktionen eines Nervensystems, das dauerhaft unter Stress steht.
Je nach Tier und Situation können sich diese Reaktionen sehr unterschiedlich zeigen:
Kampf (Fight): Aggression, Kontrollverhalten, Schnappen oder Beißen -> das Tier ist nicht „böse“, sondern es fühlt sich bedroht
Flucht (Flight): Panikreaktionen, ständiges Losreißen, Überwachsamkeit, kaum zur Ruhe kommen -> das Nervensystem ist permanent auf Alarm gestellt.
Erstarren (Freeze): Rückzug, Apathie, emotionale Abwesenheit oder eine auffällige „Bravheit“ -> das Tier „funktioniert“, ist innerlich aber eingefroren.
Dissoziation (Fright): Leerer Blick, völlige Abwesenheit, als wäre das Tier nicht mehr richtig da -> eine Schutzreaktion bei Überforderung.
Unterwerfung (Fawn): Übermäßige Anpassung, ständiges „alles richtig machen wollen“ -> aus Angst, erneut in Gefahr zu geraten.
Spezialfall Pferd: Verhaltensweisen wie "Koppen" oder "Weben" sind häufig Selbstberuhigungsversuche des Nervensystems -> es sind keine Untugenden, sondern Hilferufe.
Wichtig: Nehmt es nicht „persönlich“, wenn Ihr ein traumatisiertes Tier an Eurer Seite habt und Ihr solche Verhaltensweisen erfahrt. Euer Tier zeigt auf diese Weise, dass es innerlich im Überlebensmodus feststeckt und im Moment keine andere Strategie zur Verfügung hat.
Mein eigenes Erlebnis
Mit meiner Seelenhündin Marla Peppels erlebte ich vor einigen Jahren einen lebensbedrohlichen Angriff durch zwei freilaufende Hunde. Dieses Ereignis hinterließ tiefe Spuren in ihrem Nervensystem. Ich kenne diese Angst und diesen Rückzug aus nächster Nähe.
Über fast ein Jahr hinweg war sie abgewandt, ängstlich, wollte nicht mehr hinausgehen und hatte regelrechte Panik vor Hundebegegnungen. Ich erkannte sie in dieser Zeit kaum wieder. Die Uhren standen komplett auf null. Enorm viel Geduld und achtsame Trainingseinheiten waren erforderlich, um mit ihr wieder ein „normales“ Familienleben führen zu können. Sie wurde nie wieder ganz dieselbe. Hundebegegnungen sind noch immer herausfordernd für sie und dennoch ist und bleibt sie meine Seelenhündin - unser Familienmitglied.
Dieses Erlebnis hilft mir heute, Trauma bei Tieren besser zu verstehen, bevor wir es an ihrem Verhalten festmachen oder frühzeitig in irgendwelche Schubladen packen. Denn oft versteckt sich ein seelischer Schmerz hinter Ruhe/Unruhe, Rückzug, Aggression oder (Über)Anpassung.
Re-Traumatisierung vermeiden und Resilienz stärken
Traumatisierte Tiere sind besonders sensibel und anfällig für erneute Belastungen, weil ihre natürliche, seelische Widerstandskraft (Resilienz) stark eingeschränkt ist. Es reicht oft eine kleine Veränderung, ein ungewohnter Reiz oder ein Missverständnis, um alte Muster wieder auszulösen. Euer eigener emotionaler Zustand (des Menschen) wirkt unmittelbar auf das Tier.

Ja, Eure Gefühle sind in solch einem Fall absolut verständlich, aber sie halten das Tier ungewollt energetisch in seinem inneren Alarmzustand fest. Es ist sehr wichtig, sich das bewusst zu machen. Ohne Eure innere Ruhe und klare Ausstrahlung findet Euer Tier keine Stabilisierung.
Deshalb ist Einfühlungsvermögen essenziell:
Keine Konfrontation mit dem Trauma erzwingen
Keine Bestrafung oder Kritik -> ein gewaltfreies Agieren ist unerlässlich
Keine überstürzten oder übermäßigen Erwartungen -> auch Euer innerlicher Druck überträgt sich auf das Tier!
Stattdessen gilt: Geduld und Achtsamkeit.
Tierkommunikation: Schritt für Schritt
Ein Tiergespräch ist bei Traumata besonders wertvoll. Es geht nicht darum, das Trauma zu „finden“ oder vergangene Ereignisse aufzuwühlen. Es geht darum, das Wesen, die Gefühle und Bedürfnisse des Tieres wahrzunehmen.
So kann ein Tiergespräch ablaufen:
Einfühlen: Ich spüre mich ins Tier ein, ohne zu interpretieren
Gefühle & Körper: Das Tier kann mir zeigen, wo es Emotionen oder Blockaden im Körper spürt
Bilder & Situationen: Oft entstehen innere Bilder, die das Tier ausdrücken möchte
Bedürfnisse klären: Wir erkunden gemeinsam, was das Tier jetzt braucht
Sanftheit & Achtsamkeit: Alles geschieht ohne Drängen mit Respekt auf Augenhöhe
Schon allein diese Wahrnehmung und Anteilnahme kann Trauma-Energie lösen, das Tier entspannen und Vertrauen aufbauen.
Mehr über meine Arbeit als Tierkommunikatorin erfahrt Ihr hier ...
Was ein traumatisiertes Tiere wirklich unterstützt
Hilfreich ist:
Sicherheit geben: möglichst klare, Routinen und vorhersehbare Strukturen (Alltags-Chaos vermeiden)
Rückzug zulassen (störungsfreie Ruheplätze ermöglichen)
Sanfte Berührungen
Geduldige, einfühlsame Begleitung und Akzeptanz (keine ständigen Vergleiche mit „gesunden“ Tieren)
Tierkommunikation als einfühlsames Werkzeug, um Bedürfnisse und Gefühle zu erkennen und zu verstehen
Nicht hilfreich ist:
Vergangenes erzwingen oder „graben“ (ein vertrauensvolles JETZT hat absolute Priorität!)
Verhalten kritisieren oder bestrafen
Überstürzte Konfrontation mit Ängsten
Erwartungen über die aktuelle Belastbarkeit des Tieres stellen
Praktische Übungen für den Alltag
Ihr könnt bei einem traumatisierten Tier schon kleine Dinge tun, die sein Vertrauen und seine Resilienz stärken:
Beobachten ohne zu bewerten: Schaut genau hin, wie Euer Tier sich bewegt, reagiert, atmet. Notiert Euch kleine Signale in einem „Tier-Trauma-Tagebuch“ (dies ist vor allem hilfreich, wenn Ihr z.B. eine/n HundetrainerIn hinzuzieht und/oder regelmäßig tierärtzliche Unterstützung benötigt)
Körperliche Sicherheit geben: Nähe ohne Druck, Rückzugsmöglichkeiten zulassen oder bereitstellen.
Ruhige Routine: Feste Abläufe vermitteln Sicherheit.
Emotionale Spiegelung: Zeigt Verständnis und Anteilnahme ohne Worte durch innerliche Gedanken: „Ich sehe Dich, Du darfst sein, wie Du bist.“ Tiere nehmen diese Energie wahr!
Kurze Mini-Tiergespräche: Fragt innerlich nach Gefühlen oder Bedürfnissen, ohne ins Trauma „hineinzugreifen“, damit sich das Tier wirklich gesehen fühlt.
Diese Schritte ersetzen keine professionelle Tierkommunikation, aber sie helfen Euch, das Vertrauen zu stabilisieren und das Tier feinfühliger wahrzunehmen.
Übrigens: Auch gesunde, stabile Artgenossen in der Familiengemeinschaft können Eurem Tier helfen. Durch ihr ruhiges Nervensystem dienen sie dem traumatisierten Tier als Orientierung.
Das Umfeld mitnehmen
Dies ist ein oft unterschätzter Faktor: Ein traumatisiertes Tier lebt i.d.R. nicht nur mit seiner Hauptbezugsperson. Es lebt in einem ganzen System: Familie, Partner, Kinder, Besuch, Freunde, Alltagssituationen, Feiern, Geräusche und Erwartungen. Alles das wirkt auf sein Nervensystem.
Für viele Tiere sind nicht die „großen Ereignisse“ das Hauptproblem, sondern die vielen kleinen Reize im Alltag. Gut gemeinte Nähe, neugierige Blicke, ungefragte Berührungen, laute Stimmen oder Kommentare wie „Jetzt stell Dich doch nicht so an. … Warum bist Du denn so ängstlich?!“ irritieren das Tier und bringen zusätzliche Unruhe ins Feld.
Was für uns normal ist, kann für ein traumatisiertes Tier schnell zu viel sein. Als Hauptbezugsperson steht man dann zwischen seinem Tier und dem Umfeld. Das ist herausfordernd und manchmal macht es auch einsam. Doch genau hier liegt ein wichtiger Teil der Begleitung:
Ein traumatisiertes Tier braucht seine Hauptbezugsperson
als Schutzraum und als klare Grenze nach außen.
Nicht jedes Umfeld versteht Trauma. Bei Tieren oftmals noch viel weniger, als beim Menschen.
Nicht jeder Besuch muss Kontakt zum Tier haben.
Nicht jede Feier ist für ein Tier machbar.
Und das ist in Ordnung. Rückzug ist kein Versagen. Es bedeutet Respekt und Fürsorge.
Je klarer man für sein Tier einsteht, desto mehr Sicherheit entsteht. Nicht nur im Tier selbst, sondern im gesamten Miteinander. Euer Tier erkennt, wenn Ihr ihm helft, seine Grenzen zu wahren.
Konkrete Alltagstipps, damit das Umfeld ein traumatisiertes Tier mit unterstützen kann

Ein traumatisiertes Tier braucht nicht nur Verständnis, sondern klare und einfache Rahmenbedingungen, die auch für andere nachvollziehbar sind. Das hilft nicht nur dem Tier, sondern entlastet auch die Hauptbezugsperson. Folgende Tipps können helfen, ständiges Diskutieren im Umfeld zu vermeiden:
1. Klare Regeln statt lange Erklärungen
Ihr müsst Euer Umfeld nicht vom Thema Trauma überzeugen. Kurze, klare Aussagen sind oft wirksamer als lange Begründungen und Rechtfertigungen.
Beispiele:
„Bitte nicht anfassen, mein Tier braucht Abstand.“
„Mein Tier entscheidet selbst, ob es Kontakt möchte.“
„Ruhige Bewegungen und ruhiges Ansprechen helfen meinem Tier sehr.“
Je einfacher die Regel, desto eher wird sie eingehalten.
2. Besuch möglichst vorbereiten, statt improvisieren
Für traumatisierte Tiere ist spontaner Besuch oft besonders stressig.
Hilfreich kann Folgendes sein:
vorab sagen, dass das Tier nicht begrüßt werden möchte
Rückzugsorte klar definieren, die nur dem Tier gehören und für andere tabu sind
das Tier nicht „vorführen“ oder erklären
Auch dieser Satz hilft:
„Für mein Tier ist es am entspanntesten, wenn es einfach sein darf und ignoriert wird.“ (Es zu ignorieren klingt vielleicht herzlos, ist aber oftmals in solch einer Situation ein Geschenk für ein traumatisiertes Tier!)
3. Rückzug aktiv schützen
Macht Euch innerlich immer wieder bewusst: Rückzug ist keine Schwäche des Tieres, sondern Regulation. Das bedeutet konkret:
Türen/Räume schließen, statt „es wird schon irgendwie klappen“
das Tier nicht aus dem Rückzugsort holen
Kinder und Erwachsene gleichermaßen sensibilisieren
Ihr dürft deutlich sagen: „Wenn das Tier dort liegt, bitte nicht ansprechen!"

Bei Kindern ist es wichtig, sie anzuleiten und nicht zu belehren.
Sie verstehen klare Regeln oft besser als Erwachsene. Freundliche und bedachte Sätze wie „Das Tier braucht gerade Ruhe und Abstand.“ wirken besser, als lange Begründungen.
4. Feiern und Ausnahmen bewusst entscheiden
Nicht jede Situation ist für ein traumatisiertes Tier machbar. Und das muss sie auch nicht.
Fragt Euch daher immer rechtzeitig:
Muss mein Tier wirklich dabei sein?
Gibt es eine sichere Alternative (ruhiger Raum, Betreuung, getrennte Bereiche)?
Was dient gerade der Stabilität meines Tieres?
Ihr dürft entscheiden und Eurem Umfeld sagen:
„Heute ist es für mein Tier zu viel, deshalb nehmen wir uns bewusst raus.“
5. Kommentare nicht diskutieren
Sätze wie „Der muss da durch!“ oder „Da fehlt doch nur die richtig Erziehung!“ kosten unnötig Energie. Innerlich dürft Ihr aussteigen und äußerlich ruhig bleiben:
„Wir haben unseren Weg damit gefunden.“
„So fühlt es sich für uns stimmig an.“
„Ich orientiere mich an dem, was meinem Tier gut tut.“
Ihr müsst niemanden überzeugen, um Euer Tier respektvoll und achtsam zu begleiten.
6. Hauptbezugsperson ist gleich Schutzraum
Ein traumatisiertes Tier kann seine Bedürfnisse nicht erklären. Ihr, als Hauptbezugsperson, schon. Es ist eine Rolle auf Zeit. Oft sogar auf Lebenszeit!
Nehmt Euer eigenes Bauchgefühl stets ernst. Wenn Ihr merkt, dass eine Situation zu viel wird, dann ist sie das auch. Ihr müsst nicht warten, bis Euer Tier es „zeigt“! Ihr dürft für andere unbequem sein. Das bedeutet manchmal auch, Freunde, Bekannte … zu enttäuschen. Eure klare innere Haltung ersetzt jede Rechtfertigung. Das ist kein Egoismus.
Es ist wahre Fürsorge für Euer Tier, die von Herzen kommt. Ihr seid einander Wegbegleiter und könnt beide gestärkt diese Situation meistern!
Jedes Tier hat Bedürfnisse, Gefühle und eine Seele - wie jeder Mensch auch.
Und: Je stabiler Euer Tier wird, desto weniger Schutz braucht es von außen.
Tierschutz und Engagement
Derzeit setze ich meine Arbeit als Tierkommunikatorin "ehrenamtlich" ein: Für den Tierschutz, für Menschen in schwierigen Lebenssituationen, für alle, die gerade keinen Raum oder keine Mittel haben, aber dennoch diese Verbindung spüren wollen. Ich begleite nicht nur Tiere in ihrer Heilung, sondern unterstütze z.B. das Tierheim Troisdorf (Spende, statt Honorar) sowie das Startup "Hunderunde": ein Teil ihrer Einnahmen investieren sie in Straßenhundeprojekte in Rumänien, in Shelter und Kastrationsaktionen. Das Team der Hunderunde setzt sich auch vor Ort ein. Durch ihre respektvolle und engagierte Arbeit, gemeinsam mit der „Tierschutzgruppe Herzensmenschen“, geben sie traumatisierten Tieren Fürsorge und eine wichtige Chance, ein passendes und würdevolles Zuhause zu finden.
Fazit: Verstehen, annehmen, begleiten
Haltung & Verständnis sind das wichtigste Fundament. Traumatisierte Tiere sind nicht „kaputt“ oder hoffnungslose Fälle. Sie tragen Erfahrungen, die wir oft nicht sehen oder falsch verstehen.
Tierkommunikation öffnet die Tür zu ihrem inneren (Er)Leben, sie zeigt uns deren Gefühle, Bedürfnisse und Blockaden und dies wirkt oft bereits heilend.
Es geht nicht darum, etwas zu erzwingen oder sofortige Heilung zu erwarten. Sondern darum, das Tier so zu begleiten, wie es gerade bereit ist, um es in seinen kleinen Erfolgen zu unterstützen.
Trauma verändert ein Tier, aber es zerstört seine Seele nicht, wenn wir bereit sind, aufmerksam, sanft und geduldig zu sein. Jedes traumatisierte Tier ist es wert, eine wahre Chance auf einen heilsamen Weg zu erhalten. Es ist ein Weg, der viel Verantwortung und Zeit braucht. Aber jeder kleine Schritt, jede sanfte Wahrnehmung, jede ehrliche Anteilnahme bringt Heilung - für Tier und Mensch gleichermaßen.
Bleibt achtsam :-) Eure Alex
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Über mich und mein Herzensprojekt
Ich begleite keine Menschen im klassischen Sinne. Als ausgebildete Tierkommunikatorin öffne ich vielmehr Räume, in denen sie sich selbst und ihre Tiere neu wahrnehmen können.
Tiere sind seit meiner Kindheit meine tiefste Verbindung gewesen: als Lehrer und Wegbegleiter. Meine Katze Nicki, die ich als Kind auf schmerzvolle Weise verlor und meine Dackelhündin Marla Peppels, die mit Epilepsie lebt, haben mir gezeigt, wie sehr Tier- und Menschenseelen miteinander verflochten sind. Und ebenso viele andere Tiere, die meinen Lebensweg mit begleiteten.
Als hochsensibler Mensch (HSP) mit einem Hintergrund als achtsame Fotografin, zertifiziertem Stressmanagement sowie der Prozessanalyse habe ich gelernt, feine Zwischentöne zu lesen und Räume zu schaffen, in denen Vertrauen und Verbundenheit entstehen können. Meine Hochsensibilität ersetzt jedoch niemals die echte Kontaktaufnahme. Ich öffne mich nicht unkontrolliert, sondern verbinde mich achtsam und gezielt mit dem Tier. Das Tier bestimmt das Tempo, die Tiefe und das, was gezeigt werden möchte. Viele hochsensible Menschen spüren intuitiv, dass mit ihrem Tier etwas nicht stimmt. In der Tierkommunikation geht es dann nicht darum, dieses Gefühl zu deuten, sondern es als Einladung zu nutzen, dem Tier selbst zuzuhören.
Mein Herzensprojekt "Alexografie" widmet sich dieser Resonanz: dem, was zwischen Mensch und Tier existiert, bevor Worte entstehen. Und langfristig auch dem Teil, den wir oft nicht sehen wollen: den stillen Stimmen im Tierschutz und in der Massentierhaltung.
Ich wirke nicht, indem ich lehre. Ich wirke, indem ich (da) bin, wahrnehme und Verbundenheit ermögliche. Genau das möchte ich weiter vertiefen und so die Sprache zwischen Mensch und Tier noch "hörbarer" machen
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Haftungsausschluss: Ein Tiergespräch ersetzt keine tierärztliche, psychologische oder verhaltenstherapeutische Diagnose oder Behandlung. Ich stelle keine Diagnosen, gebe keine Heilversprechen ab und nehme keine Behandlungen im medizinischen Sinne vor.
Die Tierkommunikation dient der energetischen bzw. intuitiven Verbindung mit dem Tier und kann eine unterstützende Begleitung sein. Sie ersetzt keinen Besuch bei einem/einer Tierheilpraktiker:innen oder Verhaltenstherapeut:innen.
Die Verantwortung für Entscheidungen und Handlungen, die auf Grundlage des Tiergesprächs getroffen werden, liegt allein bei der Tierhalterin/dem Tierhalter. Eine Haftung für Folgen der Tierkommunikation wird ausdrücklich ausgeschlossen.
Photos: © Alexografie / Alex We Hillgemann, Wix
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