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Tierische Herzöffner für Hochsensible

Hunde besitzen die Fähigkeit, tief in uns hineinzuschauen …

Marla Peppels

Damit sind sie die besten Partner für hochsensible Menschen.

Wenn wir denken, dass Hunde in jeder Lebenslage bestechlich sind – z.B. durch Leckerchen – der irrt!

Als hochsensibler Mensch weiß ich genau, dass uns Hunde unser wahres Spiegelbild vor Augen führen. In ihnen können wir immer unsere augenblickliche Wahrheit erkennen. Sie spüren, ob wir uns unwohl oder wohlfühlen, glücklich oder unglücklich sind. Wenn wir leiden, leiden sie mit uns! Sind wir gestresst, stresst dies auch unseren Hund. Dies sollten wir uns unbedingt bewusst machen.

Letzteres beobachtete ich nicht all’ zu selten bei meiner Seelenhündin Marla Peppels: mein teils dysfunktionales Familienumfeld hat ihr schon so machen epileptischen Anfall beschert (Marla leidet seit ihrem 3. Lebensjahr an Epilepsie). Seitdem habe ich mich so einigen Familientreffen entsagt! Ebenso gehe ich aber auf dieses Thema ein, versuche in meinem Umfeld darüber aufzuklären und ein besonderes Bewusstsein dafür zu schaffen – eine WinWin-Situation für beide Seiten.


INHALTSVERZEICHNIS:



Die Sache mit dem Bauchgefühl

Wir Menschen stehen uns mit unserer „Verkopftheit“, unserem rationalen Verstand, oft selbst im Weg. HSP’ler (Highly Sensitive Person) dagegen denken tiefgründiger und besitzen eine ausgeprägte Intuition – sie denken gleichzeitig mit dem Herzen. Das ist das, was man als Bauchgefühl bezeichnet. Es macht sie auch gleichzeitig zu hochemphatischen Menschen. Hunde spüren das und gehen mit Hochsensiblen deshalb eine besonders tiefe Verbindung ein.


Seelenverbindung
Marla Peppels

Marla Peppels und ich verstehen uns meistens „blind“. So war es auch mit all’ meinen anderen Tieren vor ihr, zu denen ich eine Seelenverbindung aufgebaut habe. Mein Umfeld hat das oft nicht verstanden und als Kind bzw. Jugendliche war ich damals noch nicht in der Lage, dies mit Worten erklären zu können. Es war einer der Gründe dafür, warum man mich oft als „anders“ angesehen hat und ich mich auch so gefühlt habe. Dadurch suchte ich die Begegnung mit Tieren um so mehr. Bei ihnen fühlte ich mich sicher und geborgen.


Ich erinnere mich noch gut an eine Zeit, als ich mich so verloren fühlte. Die Welt als Kind war für mich zu laut, chaotisch, schmerzhaft und voller Erwartungen, die ich einfach nicht erfüllen konnte. In diesen Momenten waren es damals meine Katze Nicki, die sich an mich schmiegte, ihren Kopf auf meine Knie legte und mich einfach ansah. In ihren Augen fand ich Trost. Es war, als ob sie sagen wollte: "Ich sehe dich. Du bist nicht allein." So ging es mir damals u.a. auch mit Argus, ein Welsh Terrier, der jeden Abend unten auf meinem Bett lag und die ganze Nacht auf mich aufpasste. Wenn sich meine Mutter meinem „Zimmer“ (seinerzeit eine Abstellkammer ohne Fenster) näherte, um mich aus dem Bett zu scheuchen, sprang er auf und stellt sich ihr knurrend entgegen! Er blieb so lange in meiner Nähe, bis ich mich selbständig angezogen hatte, um zur Schule zu gehen. Als wir durch einen Hundeangriff seine Bisswunde versorgen mussten, warteten wir bis spät abends auf meinen Vater. Er zeigte mir dann, wie ich tagsüber die Wunde versorgen konnte. Ich war gerade einmal 6 Jahre alt.


Hunde urteilen nicht nach Äußerlichkeiten ...

... sondern nach dem Verhalten der Menschen und das, was sie im Verborgenen ausstrahlen. Ihr bedingungslose Liebe ist wie Balsam für unsere Seele. Während viele Menschen versuchen, Lösungen für unsere ganzen Probleme zu finden oder uns erklären, wie wir uns fühlen sollten, akzeptieren Hunde uns einfach so, wie wir sind – mit all’ unseren Macken und Eigenheiten. Sie verlangen nur eines von uns: ein Gesamtpaket aus Respekt, Fürsorge und aufrichtiger Liebe.


Kleine Momente des Glücks
Marla Peppels

Auch heute noch gibt es immer wieder Tage, an denen ich das Gefühl habe, von der Welt überwältigt zu werden. An solchen Tagen reicht es oft, mit Marla Peppels ein Runde draußen in der Natur zu drehen. Die frische Luft, ihr fröhliches Schwanzwedeln und ihr Dackel(wackel)Pöppes ;o) sind wie eine Meditation für mich. Ihre quirlige Lebensfreude und ihre Fähigkeit, im Hier und Jetzt zu leben, sind immer wieder eine Erinnerung daran, wie wichtig es ist, sich selbst treu zu bleiben und die kleinen Momente des Glücks zu genießen.


Ich glaube fest daran, dass Hunde eine besondere Gabe haben, uns dabei zu helfen zu heilen, wenn unsere hochsensible Seele leidet. Sie sind unsere stillen Beobachter, unsere treuen Begleiter und unsere Lehrer in Sachen Achtsamkeit und bedingungsloser Liebe. Durch die Verbindung mit ihnen lernen wir, unsere eigene Sensibilität zu schätzen und zu nutzen. Wir erkennen, dass es völlig O.K. ist, anders zu sein, und dass unsere Einzigartigkeit uns stärker und authentischer macht.


Wenn Ihr das nächste Mal in die tiefen Augen eines Hundes schaut, nehmt Euch einen Moment Zeit: Ihr werdet überrascht sein, wie viel Weisheit und Liebe in diesem stillen Blick steckt.


Tipps, wie Hunde Euch dazu verhelfen, Stress abzubauen ...

... denn sie sind wahre, naturbegabte Stresskiller*: (*lest dazu auch gerne unseren Artikel "Vierbeinige Stresskiller"...)


  • Tägliche Spaziergänge:

Regelmäßige Spaziergänge mit Euren Hunden helfen Euch, den Kopf freizubekommen und die Natur zu genießen. Die Bewegung und frische Luft sind nicht nur für Eure Hunde, sondern auch für Euch eine wunderbare und einfache Möglichkeit, Stress abzubauen und Eure Gesundheit zu stärken


  • Achtsamkeit üben:

Nehmt Euch bewusst Zeit, um die Gesellschaft Eurer Hunde zu genießen. Streichelt sie von ganzem Herzen, beobachtet ihr Verhalten und lernt von ihrer Fähigkeit, im Hier und Jetzt zu leben. Schaut genau hin, wenn sie am Wegesrand eine Blume erschnüffeln oder Euch auf einen besondern Ort aufmerksam machen. Sie helfen Euch, Dinge zu entdecken, die Ihr im Alltag eher überseht.


  • Gemeinsame Ruhephasen:

Kuschelt mit Euren Hunden auf dem Sofa oder im Bett ;-). Die beruhigende Wirkung von Körperkontakt können helfen, Anspannung abzubauen und Ruhe zu finden.

(Natürlich schläft Marla Peppels mit im Bett – bei Dackeln spukt es meistens im Körbchen ;-)


  • Training und geistige Beschäftigung:

Das gemeinsame Üben von Tricks oder Kommandos ist eine bereichernde Beschäftigung, die Ablenkung bietet und den Kopf freimacht. Positive Verstärkung und Erfolgserlebnisse tun nicht nur Euren Hunden gut, sondern stärken auch Euer Selbstbewusstsein.


  • Soziale Kontakte knüpfen:

Hunde sind wunderbare „Eisbrecher“ und helfen oft dabei, mit anderen Hundebesitzern ins Gespräch zu kommen. So entstehen neue Kontakte und manchmal sogar Freundschaften, die eine zusätzliche Unterstützung im Alltag sein können. (In Zeiten, in denen ich mich sehr alleine gefühlt habe, war Marla Peppels eine wahre Kontaktschmiedin. Sie hat eine ganz besondere und unverfängliche Art, Menschen zusammenzuführen – wenn sie sie mag!)


  • Routine schaffen:

Hunde lieben Routine und feste Abläufe, an denen sie sich orientieren können. Eine strukturierte Tagesroutine kann auch für Euch hilfreich sein, um einen geregelten Alltag zu haben und Stress zu reduzieren.


  • Humor und Leichtigkeit:

Hunde bringen oft Freude und lustige Momente in Euer Leben. Nehmt diese Momente bewusst wahr und genießt sie! Ein wenig Humor und Leichtigkeit können Wunder wirken. Denn auch Humor ist ein wunderbares Mittel gegen Stress, verhilft Euch zu mehr Gelassenheit und kostet nichts. :-)


  • Tiergestützte Therapie:

Wenn Ihr das Gefühl habt, dass Ihr professionelle Hilfe braucht, gibt es auch die Möglichkeit, tiergestützte Therapien in Anspruch zu nehmen. Neben Hunden können auch viele andere Tiere in therapeutischen Settings bzw. unglaublich unterstützend wirken. Erkundigt Euch regional, welche Möglichkeiten es dazu gibt – fragt auch gerne z.B. Hunde- oder ReittrainerInnen in Euerer Umgebung, ob sie Euch Kontakte empfehlen können. Manchmal hilft es auch schon, in der Nachbarschaft Hilfe beim Gassigehen mit Hunden anzubieten. Bitte macht Euch dann mit Hund vorher unbedingt vertraut und unternehmt die ersten Schritte nicht alleine, sondern Seite an Seite mit dem Besitzer! Auch Hundeschulen bieten mitunter auch für Nichthundebesitzer, an Trainingseinheiten teilzunehmen, um z.B. Ängste abzubauen. Ebenso könnt Ihr auch bei örtlichen Tierheimen Patenschaften übernehmen oder Euch bei Tierschutzorganisationen engagieren.


 

Hunde sind nicht nur treue Begleiter, sondern auch wahre Experten darin, uns dabei zu helfen, die Balance zu finden und uns zu entspannen. Diese einzigartige Verbindung zu unseren Fellnasen :o) hilft uns, die kleinen und großen Stressmomente des Lebens besser zu bewältigen.


Bleibt achtsam :-) !


Eure Alex (vom Team Alexografie)


Kurz über mich:

Aufgrund destruktiver Familienverhältnisse und etlicher traumatischer Erlebnisse wurde die Hochsensibilität zu meiner Überlebensstrategie. Alle Zusammenhänge habe ich nicht nur in der Tiefe der Vergangenheit bewusst durchlebt, sondern mehr und mehr in der Zukunft erkannt. Dieses Erkenntnisse und das Wissen daraus habe ich durch meine stetige Weiterbildung (u.a. als gepr. Frachkraft für Stressmanagement / IHK) erweitert und setze sie in meinem privaten und beruflichen Alltag erfolgreich ein. Innerhalb meiner persönlichen Weiterentwicklung erschuf ich diesen achtsamen Foto-Blog: das Projekt „Alexografie“ - das Ergebnis einer langen Entwicklungsreise ...


"Nicht unsere Expertise bleibt in Erinnerung, sondern die Geschichten, die wir erzählen. Geschichten, die auf unseren eigenen Erfahrungen beruhen. DAS sind WIR. Alexografie."


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© Alex We Hillgemann Juni 2024 / Alexografie

Photos: Alex We Hillgemann, Wix

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