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Warum Tierkommunikation auch unbequem sein darf

  • Autorenbild: Alexografie
    Alexografie
  • vor 7 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 6 Tagen


Hund, Weimaraner

In meiner Arbeit als Tierkommunikatorin begegne ich immer wieder Menschen, die eines gemeinsam haben: Sie lieben ihr Tier sehr, oft über ihre eigenen Grenzen hinaus.


Viele von ihnen sind hochsensibel – so wie ich. Sie engagieren sich im Tierschutz oder stehen an einem Punkt, an dem sie einfach nicht mehr wissen, wie sie ihrem Tier noch helfen sollen, ohne sich selbst dabei zu verlieren.


Was sie selten aussprechen, aber deutlich spürbar ist, ist die Angst, etwas falsch zu machen. Die Angst, nicht genug zu tun. Und sehr oft auch die Hoffnung, dass Tierkommunikation etwas regeln kann, das sich innerlich längst der Kontrolle entzogen hat.


Tierkommunikation wird dann unbewusst zu einer letzten Instanz gemacht. Zu etwas, das klären, beruhigen, heilen, vielleicht sogar erlösen soll.


Und genau hier beginnt eine Verantwortung, die ich nicht übernehmen kann und auch nicht will …


INHALTSVERZEICHNIS:



1. Kontrolle fühlt sich nach Fürsorge an, ist aber oft Angst

Gerade hochsensible Tierhalter geraten leicht in eine Form von innerer Daueranspannung. Alles wird beobachtet, jedes Signal gedeutet, jede Veränderung bewertet. Aus Liebe wird Kontrolle und aus Werantwortung wird Druck.


Viele hoffen, durch mehr Wissen, mehr Tun, mehr Eingreifen Sicherheit zu gewinnen. Doch das Gegenteil ist oft der Fall. Je mehr kontrolliert wird, desto größer wird die Angst, etwas zu übersehen. Tiere nehmen das wahr. Sehr deutlich sogar.


In der Tierkommunikation zeigt sich dann häufig, dass ein Tier gar nicht mehr Lösungen fordert, sondern Raum, um gehört zu werden! Die Anerkennung seiner eigenen Realität, auch dann, wenn sie schmerzhaft ist.


2. Zuhören heißt nicht eingreifen

Wenn wir Tieren wirklich zuhören, verändert sich der Blickwinkel. Im Sinne von Ordnung und nicht von schnellen Antworten. Die Dinge sortieren sich, weil plötzlich klar wird, was überhaupt Thema ist und was nicht.


Oft sind es nicht die Tiere, die überfordert sind. Es sind die Menschen, die alles gleichzeitig tragen wollen. Die Verantwortung für das Wohl des Tieres, für Entscheidungen, für Schuldgefühle, für gesellschaftliche Erwartungen, für das eigene Bild von „richtigem Handeln“.


In der Begleitung von Sterbeprozessen wird das besonders deutlich. Tiere wissen oft sehr genau, wo sie stehen. Sie brauchen keine Kontrolle, sondern bewusste Präsenz. Statt Festhalten brauchen sie Ehrlichkeit. Und Menschen brauchen in diesen Momenten statt Lösungen eher Halt.


3. Tierkommunikation ist kein Reparaturservice

Meine Arbeit ist die einer Brückenbauerin. Ich übersetze still und fokussiert zwischen Tier und Mensch. Dazu gehört auch, Botschaften weiterzugeben, die unbequem sind, die nicht in ein „Alles wird gut“ passen und die niemanden entlasten, der sich eigentlich drücken möchte.


Tiere sprechen nicht, um Erwartungen zu erfüllen. Sie sprechen, um ihre Sichtweise zu zeigen: Ihre Bedürfnisse und ihre Grenzen. Und manchmal auch ihre Entscheidung, einen Weg zu gehen, den der Mensch nicht aufhalten kann.


Nicht jedes Leid ist „wegzumachen“. Nicht jede Situation lässt sich auflösen. Und nicht jede Verantwortung liegt beim Menschen, auch wenn er sich innerlich dafür zuständig fühlt. Tiere haben ein eigenes Erleben, eigene Grenzen und oft eine sehr klare innere Ausrichtung. Krankheit, Abschied, Sterben, Wandlung … Das alles sind Prozesse des Lebens selbst. Sie lassen sich nicht delegieren und nicht kontrollieren, sehr wohl aber begleiten! Und hier ist die Tierkommunikation ein geeignetes Instrument, um zwischen Tier und Mensch zu übersetzen: um wahrzunehmen, was es innerlich bewegt, zu ordnen und ein Stück Ruhe zwischen Verantwortung und Kontrolle zu schaffen.


Tierkommunikation ist kein Werkzeug, um das Leben zu kontrollieren. Sie ist auch kein Reparaturservice für schwierige Gefühle. Sie ist eine Einladung, Verantwortung wieder an den richtigen Platz zu setzen.


Es geht gegen die Vorstellung, dass wir alles beeinflussen müssten, wenn wir nur genug tun. Tiergespräche geschehen in der Stille, fast unspektakulär. Und gerade deshalb sind sie so wirksam. Wenn Menschen beginnen zu verstehen, dass sie nicht alles tragen müssen, entsteht Entlastung. Nicht, weil etwas einfach „weg“ ist, sondern weil es endlich richtig zugeordnet wird.


4. Worum es mir wirklich geht ...

Meine Arbeit will keine Abhängigkeit schaffen. Sie will Raum schaffen, in dem Tiere und Menschen sich auf Augenhöhe begegnen können, ohne dass einer den anderen retten muss.


Tierkommunikation zeigt, wo Handlung möglich ist und Loslassen nötig wird. Sie gibt Orientierung, ohne Entscheidungen abzunehmen.

Und genau das ist der Anfang von innerlichem Frieden, auch wenn er vielleicht anders aussieht, als man ihn sich gewünscht hat.


Auf diese Weise wird Tierkommunikation zu einem Instrument der Selbstermächtigung: der Mensch wird nicht entlastet, er wird handlungsfähig, verbunden und innerlich freier.


Wenn Ihr ein Tier an Eurer Seite habt und spürt, dass es Themen gibt, die sich nicht mehr durch Kontrolle lösen lassen, dann ist das kein Scheitern. Es ist genau der Moment, an dem Zuhören wichtiger wird als Tun. Und oftmals reicht genau das, um wieder Boden unter den Füßen zu bekommen.


Hier erfahrt Ihr mehr über meine Arbeit als hochsensible Tierkommunikatorin:



Bleibt achtsam :-)


Eure Alex



Über mich und mein Projekt

Ich begleite keine Menschen im klassischen Sinne. Ich öffne vielmehr Räume, in denen sie sich selbst und ihre Tiere neu wahrnehmen können. Nicht durch Konzepte oder Methoden, sondern durch Präsenz, Beobachtung und Resonanz.

Tiere sind seit meiner Kindheit meine tiefste Verbindung gewesen: als Lehrer und Wegbegleiter. Meine Katze Nicki, die ich als Kind auf schmerzvolle Weise verlor und meine Dackelhündin Marla Peppels, die mit Epilepsie lebt, haben mir gezeigt, wie sehr Tier- und Menschenseelen miteinander verflochten sind. Und ebenso viele andere Tiere, die meinen Lebensweg mit begleiteten.

Als hochsensibler Mensch, achtsame Fotografin mit einem Hintergrund in zertifiziertem Stressmanagement sowie der Prozessanalyse habe ich gelernt, feine Zwischentöne zu lesen und Räume zu schaffen, in denen Vertrauen und Verbundenheit entstehen können.

Mein Herzensprojekt widmet sich dieser Resonanz: dem, was zwischen Mensch und Tier existiert, bevor Worte entstehen. Und langfristig auch dem Teil, den wir oft nicht sehen wollen: den stillen Stimmen im Tierschutz und in der Massentierhaltung.

Ich wirke nicht, indem ich lehre. Ich wirke, indem ich (da) bin, wahrnehme und Verbundenheit ermögliche. Genau das möchte ich weiter vertiefen und so die Sprache zwischen Mensch und Tier noch "hörbarer" machen.


(Alex We Hillgemann)



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