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Warum Tierkommunikation den Tierschutz sinnvoll ergänzen kann

  • Autorenbild: Alexografie
    Alexografie
  • 17. Juli
  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 18. Juli


Tire im Tierheim

Mehr als "nur" Verhalten


"Tiere erzählen ihre Geschichte selten mit Worten.

Aber sie zeigen sie jeden Tag."


Ein Hund zieht sich zurück, sobald sich jemand nähert.

Eine Hündin wirkt bei jedem neuen Geräusch angespannt.

Ein anderer Hund scheint im Tierheim völlig unauffällig zu sein und zeigt erst nach seiner Vermittlung Unsicherheiten, mit denen niemand gerechnet hat.


Tiere aus dem Tierschutz tragen eine Geschichte mit sich, geprägt von Erlebnissen, Ängsten und vor allem: Hoffnungen. Diese Faktoren beeinflussen das Verhalten dieser Tiere und seine Bedürfnisse maßgeblich.


Wer im Tierschutz arbeitet, kennt solche Situationen.


Manchmal reicht selbst die aufmerksamste Beobachtung nicht aus, um ein Verhalten wirklich einzuordnen. Gerade Hunde aus dem Tierschutz tragen oft Erfahrungen in sich, von denen wir nur einen kleinen Teil kennen. Manche wurden ausgesetzt. Andere lebten auf der Straße. Wieder andere mussten ihr Zuhause verlassen oder haben Vernachlässigung erlebt.


Was genau geschehen ist, wissen wir häufig nicht. Wir sehen nur das, was heute tatsächlich sichtbar ist. Und ich frage mich immer wieder:


Was wäre, wenn wir den Tieren noch ein Stück genauer zuhören würden?


Sie werden uns keine fertigen Antworten geben, aber vielleicht ihre ganz eigene Perspektive zeigen, die wir bisher noch nicht berücksichtigt haben.


Verhalten erzählt nicht immer die ganze Geschichte

Im Tierschutz wird jeden Tag Großartiges geleistet. Mit viel Engagement kümmern sich Tierheime, Tierschutzvereine, Pflegestellen und ehrenamtliche Helfer und Helferinnen darum, Tieren eine zweite Chance zu ermöglichen. Dabei müssen oft innerhalb kurzer Zeit wichtige Entscheidungen getroffen werden:


  • Welche Familie könnte zu diesem Hund passen?

  • Welche Umgebung würde ihm Sicherheit geben?

  • Welche Situationen überfordern ihn möglicherweise?


Natürlich spielen dabei Erfahrung, Fachwissen und sorgfältige Beobachtungen eine entscheidende Rolle. Und genau das soll auch so bleiben. Denn das Verhalten eines Tieres liefert wichtige Hinweise. Doch Verhalten ist nicht automatisch die ganze Geschichte. Wir sehen meist nur die Oberfläche:

Ein Hund wirkt aggressiv.

Eine Katze versteckt sich.

Ein Tier wirkt distanzlos oder besonders anhänglich.

Wir beobachten das Verhalten, interpretieren es und versuchen, daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Das ist menschlich. Doch hier lohnt sich fast immer die Frage:


Was könnte hinter diesem Verhalten stehen?


Hund

Ich übersetze. Ich bewerte nicht.

Dieser Satz begleitet meine Arbeit seit Beginn. Wenn ich mit einem Tier kommuniziere, verstehe ich mich nicht als jemand, der Diagnosen stellt oder Entscheidungen trifft.

Ich bewerte das Tier nicht. Ich entscheide auch nicht darüber, welche Familie geeignet ist oder welche Vermittlung stattfinden sollte. Ich sehe meine Aufgabe darin, zuzuhören.

Und das, was ich wahrnehme, möglichst achtsam, verantwortungsvoll und verständlich in Worte zu übersetzen.

Für mich liegt genau darin der wichtigste Unterschied. Denn Tierkommunikation soll kein Ersatz zu Tiermedizin, Verhaltenstherapie oder Hundetraining sein. Ich sehe sie vielmehr als eine wichtige Ergänzung und als eine Perspektive, die gemeinsam mit Beobachtungen, Erfahrung und Fachwissen betrachtet werden kann.

Nicht mehr. Aber auch nicht weniger.


Warum mich dieses Thema so bewegt

Vielleicht hat mein eigener beruflicher Weg mehr damit zu tun, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Mich haben schon immer Zusammenhänge fasziniert und nicht nur das Offensichtliche. Die Frage, warum etwas geschieht … Heute begleitet mich diese Haltung noch immer.

Als Tierkommunikatorin.

Als achtsame Fotografin.

Und als Mensch.

Ich möchte verstehen und nicht vorschnell erklären.

Tierkommunikation hat nicht auf alles eine Antwort, aber sie lädt dazu einlädt, andere Fragen zu stellen.


Wo ich Möglichkeiten für den Tierschutz sehe

Je intensiver ich mich mit diesem Thema beschäftige, desto häufiger frage ich mich, welchen Beitrag Tierkommunikation im Tierschutz leisten könnte: etwa als freiwillige Ergänzung vor einer Vermittlung.


Vielleicht zeigt sich in einem Tiergespräch, welche Situationen einem Hund Sicherheit geben. Vielleicht wird deutlich, worauf er besonders sensibel reagiert. Oder welche Bedürfnisse immer wieder im Vordergrund stehen.


Solche Wahrnehmungen ersetzen keine Verhaltensanalyse. Sie könnten jedoch Hinweise sein, die Pflegestellen oder Tiervermittlungsteams bewusst beobachten können.


Während der Zeit auf einer Pflegestelle

Gerade in den ersten Wochen stehen viele Tiere unter erheblichem Stress.

Neue Umgebung, neue Menschen, neue Geräusche, neue Routinen.

Nicht jedes Verhalten lässt sich in dieser Phase eindeutig einordnen.

Vielleicht kann ein Tiergespräch dabei helfen, bestimmte Beobachtungen bewusster wahrzunehmen oder Zusammenhänge zu erkennen, die sonst leicht übersehen würden.

Die Tierkommunikation kann die Vermittlungschanchen eines Tieres aus dem Tierschutz erhöhen, weil das Tier und sein Verhalten besser verstanden werden können, um ein passendes neues Zuhause zu finden.


Nach der Vermittlung

Viele Herausforderungen entstehen erst dann, wenn das Tier in seinem neuen Zuhause angekommen ist. Manchmal führen Unsicherheit oder Missverständnisse dazu, dass Menschen vorschnell Schlussfolgerungen ziehen.

Vielleicht könnte Tierkommunikation in solchen Situationen dazu beitragen, den Blick wieder etwas zu öffnen, indem sie Verständnis fördert und Veränderung ermöglicht. Kurz gesagt: die Tierkommunikation ist eine gute Möglichkeit, um bei Anpassungsschwerigkeiten zu unterstützen.


Auch Grenzen gehören dazu

Je wichtiger mir Tierkommunikation wird, desto wichtiger werden mir auch ihre Grenzen.

Ich halte nichts von Heilsversprechen. Und ich wünsche mir auch nicht, dass Tierkommunikation unkritisch betrachtet wird.


Im Gegenteil.


Tierkommunikation ersetzt keine tierärztliche Untersuchung, keine fundierte Verhaltensanalyse, kein Hundetraining und auch keine therapeutische Begleitung.

Sie kann irren. Sie darf hinterfragt werden.


Und genau deshalb wünsche ich mir einen verantwortungsvollen Umgang mit ihr. Aus meiner Sicht entsteht Vertrauen nicht dadurch, dass jemand behauptet, alle Antworten zu kennen. Vertrauen entsteht dadurch, dass Möglichkeiten und Grenzen gleichermaßen sichtbar werden.


Ich sehe eine Zukunft, in der Tierkommunikation fest in den Tierschutz integriert ist und dazu beiträgt, dass Tiere nicht nur versorgt, sondern wirklich verstanden werden.


Sie erfordert Offenheit und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen.


Eine Idee, die mich nicht mehr loslässt

Seit einiger Zeit begleitet mich dieser wichtige Gedanke ...

Die Tierkommunikation im Tierschutz könnte langfristig als freiwilliger, ergänzender Baustein genutzt werden. Als strukturierter Bestandteil eines größeren Ganzen.


Mit klaren Fragestellungen.

Mit einer transparenten Dokumentation der Wahrnehmungen.

Mit Beobachtungen von Pflegestellen.

Mit Rückmeldungen nach der Vermittlung.



Katze

... Um zusätzlich, wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Zu lernen und um Zusammenhänge besser zu verstehen. Vielleicht würde sich über viele Gespräche hinweg zeigen, welche Hinweise hilfreich sind und welche nicht. Vielleicht würden sich Muster erkennen lassen. Vielleicht auch nicht.

Aber genau diese Offenheit empfinde ich als wichtig. Denn sie entspricht meiner Haltung.


Die Arbeit mit Tieren erfordert viel Sensibilität und Respekt. Ich bewerte nicht, sondern übersetze für den Menschen verständlich, was das Tier mir mitteilt. So entsteht eine vertrauensvolle Basis, die allen Beteiligten helfen kann.


„Ich möchte nicht Rechte haben, niemanden überzeugen und auch keine Wahrheit verkaufen. Ich möchte einen Dialog eröffnen - um Brücken bauen.“

Mein Wunsch für die Zukunft

Ich wünsche mir eine Welt, in der Tiere nicht nur versorgt, sondern wirklich gesehen werden!

Nicht als "schwieriger Hund", als"ängstliche Katze", als "Problemfall".

Sie alle sind Individuen mit einer eigenen Geschichte

Vielleicht ist genau das der eigentliche Kern meiner Arbeit. Ich möchte nicht Recht haben. Ich möchte Brücken bauen. Zwischen Mensch und Tier. Zwischen Intuition und Beobachtung. Zwischen Tierkommunikation und den vielen Menschen, die sich tagtäglich mit Herzblut für den Tierschutz einsetzen.


Denn letztlich verbindet uns alle dasselbe Ziel:


Dass möglichst viele Tiere ein neues Zuhause finden, als einen Ort, an dem sie wirklich ankommen dürfen.


Für mich beginnt Veränderung mit einer einzigen Frage:


Von"Was stimmt mit diesem Tier nicht?" hin zu"Was möchte mir dieses Tier vielleicht selbst erzählen?"


Tierkommunikation als ergänzender Baustein im Tierschutz öffnet Türen zu einer tieferen Verbindung zwischen Mensch und Tier. Sie gibt den Tieren eine Stimme, die gehört werden will. Für Tierschutzorganisationen und Tierhalter bedeutet das mehr Verständnis, bessere Betreuung und letztlich mehr Chancen für ein glückliches Tierleben.

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Wenn Ihr neugierig seid, wie meine Arbeit als Tierkommunikatiorin die Tierschutzarbeit oder das Zusammenleben mit Tieren bereichern kann, lade ich Euch ein, diesen Weg gemeinsam zu gehen.


Alex




P.S.: 

Schaut gerne auch in meine F.A.Q’s, dort erhaltet Ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen. Alles Weitere erfahrt Ihr auch hier ...




© Alex We Hillgemann – Juli 2026 / Alexografie.de // Photos: © Wix


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