Wenn (D)ein Tier anders reagiert als erwartet
- Alexografie
- vor 13 Minuten
- 4 Min. Lesezeit
Ein Reflexions-Check für bewusste Beziehung zwischen Mensch und Tier

Menschen kommen oft auf mich zu mit einer konkreten Frage zum Verhalten ihres Tieres. "Was kann ich tun, damit es ruhiger wird, aufmerksamer, entspannter oder kooperativer ..?!"
Die Frage ist verständlich und oft auch sinnvoll: es zeigt, dass man als Tierhalter Verantwortung übernehmen will.
Viele suchen dann nach Lösungen für ein bestimmtes Verhalten, doch selten beginnt die Veränderung beim Verhalten selbst. Sie beginnt in der Begegnung. Tiere reagieren nicht nur auf Handlungen, sondern vor allem auf unsere innere Verfassung - auf den Zustand, aus dem heraus wir handeln.

Wenn sich der innere Zustand eines Menschen verändert, verändert sich oft auch die Qualität der Interaktion. Diese Beobachtung ergibt nicht nur durch meine eigenen, langjährigen Erfahrungen im Zusammenleben mit Tieren, sondern auch aus vielen Gesprächen mit Tierhaltern und aus den Perspektiven, die Tiere mir in der Tierkommunikation schildern.
Deshalb habe ich diesen kleinen Reflexions-Check entwickelt. Er soll nichts bewerten. Er lädt einfach dazu ein, ehrlicher wahrzunehmen, wie Begegnung zwischen Mensch und Tier tatsächlich entsteht. Denn wenn wir bereit sind, wirklich „hinzuhören“, verändert sich oft der eigenen Blickwinkel und mit ihm die Beziehung.

Reflexions-Check
zur Wahrnehmung der Tier-Mensch-Begegnung
Wie erlebt Ihr Eure Begegnung im Alltag wirklich?
Nehmt Euch einen ruhigen Moment ohne inneren Druck. Beantwortet die jeweiligen Aussagen intuitiv mit JA, NEIN oder MANCHMAL. Es gibt keine richtige oder falsche Antwort, sondern nur reine Beobachtung.
Innere Präsenz des Menschen:
Ich nehme wahr, wie es mir innerlich geht, bevor ich mit meinem Tier in Kontakt gehe.
Ich bemerke, wenn mein Tempo schneller wird oder meine innere Spannung steigt.
Ich bin mit meiner Aufmerksamkeit wirklich im gemeinsamen Moment.
Ich spüre meinen Körper, meinen Atem und meine Haltung während der Begegnung.
Ich erkenne, wann ich innerlich ruhig bin und wann ich unter Druck stehe.
Wahrnehmung des Tieres:
Ich beobachte mein Tier einen Moment, bevor ich reagiere.
Ich nehme feine Signale wahr: Blick, Körperspannung, Annäherung oder Rückzug.
Ich bemerke, ob mein Tier Kontakt sucht oder Distanz braucht.
Ich lasse einen Moment des inneren Zuhörens entstehen, bevor ich handle oder etwas erwarte.
Ich spüre, ob sich unser Zusammensein stimmig oder angespannt anfühlt.
© Alexografie.de / Alex We Hillgemann - Reflexions-Check zur Wahrnehmung der Mensch-Tier-Begegnung (2026)
Was dieser Check sichtbar machen kann ...
und warum diese Beobachtung mehr ist als eine reine Selbstreflexion.
Dieser Reflexions-Check liefert Euch keine Punktzahl als "Auswertung".
Stattdessen macht er sichtbar, wie bewusst Begegnung mit Eurem Tier gerade stattfindet. Und genau dort beginnt die Chance zur nachhaltigen Veränderung.
Keine dieser Erfahrungen ist besser oder schlechter. Sie zeigen nur, wo Ihr gerade steht.
Im Alltag versuchen wir verständlicherweise, das Verhalten unseres Tieres zu beeinflussen. Training, Struktur, Routine und Wissen sind durchaus wertvoll.
"Beziehung entsteht jedoch nicht nur über Handlung, sondern vor allem über die Qualität der Gegenwärtigkeit." (Alex We Hillgemann)
Tiere orientieren sich stark an nonverbalen Informationen: Anspannung, Tempo, Aufmerksamkeit und emotionale Verfügbarkeit prägen die Situation, noch bevor ein Signal gegeben wird. Wenn sich der innere Zustand eines Menschen verändert, verändert sich häufig auch die Reaktion des Tieres. Und zwar spürbar genug, um relevant zu sein.
Beziehung ist gestaltbar, ohne ständig etwas „machen“ oder verlangen zu müssen.
Eine einfache Praxis für den Alltag mit Eurem Tier:
Bevor Ihr mit Eurem Tier interagiert, haltet kurz inne (= achtsames Ankommen).
Lasst Euren Atem ruhiger werden.
Nehmt Euer Tier bewusst wahr, ohne irgendeine Absicht.
Beobachtet, wie Begegnung entsteht, wenn Ihr nicht sofort eingreift.

Wiederholt dies einige Tage hintereinander, ohne zu bewerten,
sondern nur um zu beobachten.
Viele berichten danach, dass sich kleine, aber eindeutig wahrnehmbare Veränderungen zeigen. Dies geschieht nicht, weil etwas trainiert wurde, sondern weil die Begegnung zwischen Mensch & Tier bewusster stattfindet.

Die Rolle der Tierkommunikation in diesem Prozess
Bewusstheit macht Beziehung sichtbar und wirkliches Verstehen ersetzt vorschnelle Interpretation.
Die Tierkommunikation hilft, sie aus der Perspektive des Tieres als eigenständiges, fühlendes Wesen zu verstehen. Dabei ersetzt ein Tiergespräch weder eine medizinische, noch eine therapeutische Abklärung. Aber sie erweitert die Wahrnehmung um die erlebte Sicht des Tieres in Bezug auf gemeinsame Situationen. Es findet eine Vertiefung der Beziehung statt und diese führt zu einem besseren Verständnis für das Tier.
Ein Tiergespräch kann helfen
die erlebte Perspektive des Tieres auf gemeinsame Situationen zu erkennen
emotionale Ebenen der Beziehung besser zu verstehen
Veränderungen im Alltag klarer einzuordnen
Und genau dort wird echte Beziehung auf Augenhöhe möglich: wer beginnt, diese Ebene ernst zu nehmen, verändert nicht nur den Blick auf sein Tier. Es verändert sich auch oft der Blick auf uns selbst. Und manchmal beginnt alles mit einer einfachen Frage: „Bin ich gerade wirklich da?“
Wenn Ihr mehr über meine Arbeit erfahren möchtet, dann schaut gerne hier:
Oder Ihr nehmt direkt Kontakt auf, wenn Ihr das Gefühl habt, dass ein Gespräch auf Basis der Tierkommunikation für Euch und Euer Tier stimmig sein könnte.
Ich freue mich drauf! :-)
Bleibt achtsam.
Eure Alex
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Haftungsausschluss: Ein Tiergespräch ersetzt keine tierärztliche, psychologische oder verhaltenstherapeutische Diagnose oder Behandlung. Ich stelle keine Diagnosen, gebe keine Heilversprechen ab und nehme keine Behandlungen im medizinischen Sinne vor.
Die Tierkommunikation dient der energetischen bzw. intuitiven Verbindung mit dem Tier und kann eine unterstützende Begleitung sein. Sie ersetzt keinen Besuch bei einem/einer Tierheilpraktiker:innen oder Verhaltenstherapeut:innen.
Die Verantwortung für Entscheidungen und Handlungen, die auf Grundlage des Tiergesprächs getroffen werden, liegt allein bei der Tierhalterin/dem Tierhalter. Eine Haftung für Folgen der Tierkommunikation wird ausdrücklich ausgeschlossen.
Photos / Grafiken: © Wix

