Blog - 16.09.2016 Deutsch-Unterricht ...


 Deutsch. 

Na und?

Klingt so einfach. Ist es aber nicht. Denn es geht um die Deutsche Sprache: „Deutsche Sprache, schwere Sprache!“ sagte meine Großmutter schon.

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Das hier zu lesen, bedeutet etwa ca. 10 - 15 Minuten Zeit zu investieren. Am Ende hoffe ich, dass es Ansporn für Einige sein wird, ihre Einstellung zu überdenken - in kritischen Zeiten wie diesen …. Wer also gerne etwas Sinnvolles im Bereich „Integration“  investieren möchte, der erhält dann hier vielleicht auch ein wenig Input, auf welche Art und Weise er dies tun kann:

Erde gelb

Im Rahmen eines Praktikums bietet die Deutsche Post / DHL Flüchtlingen Integrationshilfe in der Region an. Daher unterstützen auch die Mitarbeiter des Unternehmens dieses Projekt: z.B. beim Erlernen der Grundregeln des Straßenverkehrs oder praktischen Übungen beim Besuch eines Baumarktes. Und: sie helfen eben auch beim Deutschunterricht. Denn ohne die Beherrschung der Deutschen Sprache ist (hier)  alles Nichts …

Nun, wie bin ich dazu gekommen, an dieser Stelle Deutschunterricht zu geben? Wie die Jungfrau zum Kinde … ;-) könnte man sagen. Und es ist im Grunde egal, über welche Instution man seine Hilfe anbietet. Möglichkeiten dazu gibt es in Troisdorf etc. genug. 'Es gibt ja (bekanntlich) nichts Gutes, außer, man tut es!' Ich habe mich dazu entschieden, den Weg über die Deutsche Post / DHL zu gehen, weil ich es vorbildlich finde, dass ein Unternehmen = Arbeitgeber, hier am Standort Troisdorf, dieses Projekt der Integration anbietet. Dass ich nun als als „Externe“ dazugestoßen bin, spielt keine Rolle. Es war mir persönlich ein wichtiges Anliegen, diese Erfahrung zu machen. Und so habe ich eben diese Chance genutzt und umgekehrt.

TafelSchriftDeutschunterricht0916

Am besagten Nachmittag wurde für 2 - 3 Flüchtlinge noch jemand gesucht, der Deutsch unterrichten kann - ich erfuhr davon, ließ den Kontakt herstellen und man nahm mein Angebot dankbar an. Durch meinen beruflichen Background erfüllte ich die Voraussetzungen und musste daher auch nicht lange überlegen - denn ich hatte zudem an diesem Tag: Zeit! Und was sind schon 1 - 2 Stündchen, die man diesen Menschen zur Verfügung stellt, um ihnen die Integration ein wenig einfacher zu gestalten!? Noch dazu: in Troisdorf. Die Stadt, in der ich lebe. Ich habe ein großes Interesse daran, dass Menschen, die aus Kriegsgebieten hier her geflohen sind, sich auch  hier  integrieren. Dazu brauchen sie jede Art von Unterstützung. D.h. hier sind auch WIR gefragt. Es gibt doch hier viele Menschen, welche die Deutsche Sprache beherrschen, oder etwa nicht!?

Aber jetzt zu meinen Erkenntnissen, die ich aus dem gestrigen Nachmittag gewonnen habe - und ich kann nur jedem ans Herz legen, sich selbst einmal ein Bild davon zu verschaffen, was es bedeutet, einem Menschen gegenüber zu sitzen, der vor Krieg und Terror geflohen ist und nicht einmal eine Schule besucht hat - ein Familienvater, der sich nichts lieber wünscht, als seine Familie - somit auch seine Frau! - hierher holen zu dürfen … zu können. Man kann also sagen: ich saß quasi einem erwachsenen Erstklässler gegenüber - eine echte Herausforderung. Hier galt es nicht nur sprachliche Barrieren zu überwinden, sondern auch: kulturelle!

FlaggeAlbaniaFlaggeAfghanistan

Vor Beginn des Unterrichts meldet ich mich beim zuständigen Ansprechpartner der Deutschen Post / DHL in Troisdorf. Zuvor hatte ich Unterrichtsmaterial erhalten. Anhand dessen konnte ich mich ein wenig vorbereiten. Doch man riet mir, die „Schüler“ (= Praktikanten) einfach in ein lockeres Gespräch zu verwickeln. Genau: es waren zwei. Und diese Schüler waren beides Flüchtlinge. Eben dieser Familienvater aus Afghanistan = Dashtu* und ein junger Mann aus Albanien = Jonart*, der fließend Englisch sprach. Ich möchte jetzt an dieser Stelle keine Diskussion über den Unterschied zwischen Kriegsflüchtlingen und Wirtschaftsflüchtlingen lostreten … das war nicht mein Thema an diesem Nachmittag. Der junge Mann aus Albanien geht wieder in seine Heimat zurück - soviel an dieser Stelle. Er half übrigens bei der Verständigung zwischen Dashtu und mir und war mir damit eine große Hilfe.

Der Deutschunterricht fand in einem großen Raum auf dem Gelände der Deutschen Post / DHL statt, in dem auch genügend Getränke zur Verfügung standen. Also eben auch genügend Platz, um notfalls „mit Händen & Füßen“ die Deutsche Sprache den beiden ein Stück weit näher zu bringen.

Mein besonderes Augenmerk galt also Dashtu! Schüchtern, verhalten, ängstlich. Das war mein erste Eindruck, als ich Dashtu die Hand gab. Es brauchte eine Zeit, bis sich herausstellte, dass er nie eine Schule besucht hat. Seinerzeit in Afghanistan brachte er sich selbst ein wenig Englisch bei, das ihm jetzt zu Gute kam. Dashtu war die Scham anzumerken. Ein erwachsener Mann, verheiratet, mehrere Kinder. Tja, so ist das - in Afghanistan! Und das ist sicherlich nur ein „Umstand“, der es ihm besonders schwer macht, hier Fuß zu fassen. Dashtu kam vor vier Monaten nach Deutschland und lebt in einer Flüchtlingsunterkunft in Troisdorf: in einem Zimmer mit 15 qm - dort lebt er mit zweien seiner Kindern. Die restliche Familie lebt noch in Afghanistan.

Ich erfasste schnell, dass meine „größte Aufgabe“ in dieser kurzen Zeit war, ihm die Scheu zu nehmen. Schämen? NEIN! Jetzt war er hier - und HIER zu sein heißt: Hilfe anzunehmen, den festen Willen zu haben, sich zu integrieren! Den hat Dashtu! Das war zumindest mein Eindruck, den ich in dieser kurzen Zeit gewonnen hatte. Alleine schon aus dem Ansporn, eines Tages seine Familie hier her holen zu dürfen. Bis dahin liegen noch viele Hürden vor ihm. Denn er will eines Tages seine Familie selbst ernähren können - hier in Deutschland! Ich fragte ihn daher: 

„Möchtest Du, dass Deutschland, Deine neue Heimat wird?“ 

„Ja, ja!“ war seine Antwort, ohne eine Sekunde des Zögerns. „Aber ich brauche Sprake!“

Oh ja, die brauchte er. Sprache. Die DEUTSCHE Sprache.

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Dann fiel mir ein: ich trug einen silbernen Armreif, den mir einst ein wichtiger Mensch innerhalb der Familie geschenkt hat und der leider viel zu früh verstorben ist. Auf diesem Armreif war etwas in arabischer Schrift eingraviert und ich vermutete immer, dass es mein Vorname sei. Ich zog den Armreif aus und gab ihn Dashtu: „Kannst Du mir vielleicht sagen, was auf diesem Armreif steht?!“ Er nahm ihn in die Hand und las von rechts nach links … meinen Vornamen laut vor! Jetzt wusste ich es also genau und freute mich sehr! Darüber wiederum freute sich Dashtu noch mehr :-) und das Eis war gebrochen ...

Ich fragte ihn, wie das Wetter derzeit in Afghanistan sei. Wir unterhielten uns über die unterschiedlichen Jahreszeiten hier in Deutschland, über die derzeit ungewöhnliche ;-)  Sommerhitze - im September! - denn z.Zt. herrschte hier bei uns im Rheinland eine eine Temperatur von über 30°C. Ich versuchte, alles langsam und mit Bedacht auf Deutsch zu erklären.

Dann bat ich ihn, mir das Zimmer zu beschreiben, in dem er derzeit wohnte und zeigte ihm ein Blatt mit Zeichnungen von Möbelstücken. Er sollte mir alle auf Deutsch nennen, die er kannte.

„Oh, näi, näi!“ so in etwa klang es jedenfalls. Ich verstand es als nein … denn: er konnte es nicht! Oder doch? Ich tippte ganz kurz auf seinen Arm … und bat ihn, sich Zeit zu nehmen und zeigte dazu auf eine Uhr, um das Wort ZEIT zu erklären und dass er keine ANGST haben müsse, etwas Falsches zu sagen - dafür war ich ja da, um zu helfen. Jonart ermutigte ihn ebenso dazu. Und dann zeigte Dashtu mit dem Finger auf:

„Bädd.“ = Bett.

„Tisch.“ (Volltreffer)

„Tür.“ (wieder Volltreffer - und: O.K., wir lassen es mal als Möbelstück gelten, oder ;-) ?)

„Schduhl.“ = Stuhl. Super! :-)

„Blume.“ (O.K. - ist kein Möbelstück - aber an dieser Stelle egal: es war eine Vase mit Blumen!)

Kurzum: Dashtu (er)kannte 50 % der abgebildeten Möbel/Gegenstände - es war also zu Anfang einfach nur große Scheu davor, etwas Falsches zu sagen. Das kennen wir doch (fast) alle oder wie war das noch mit dem Schulenglisch … wenn wir z.B. plötzlich im Job am Telefon einen ausländischen Geschäftsmann am anderen Ende der Leitung dran haben oder wenn wir versuchen, uns im Urlaub in einem fremden Land sprachlich „durchzuschlagen“! … und das ist nur eine vage Vorstellung von dem, wie es Dashtu gehen mag!

Ich lobte Dashtu - und: er lachte! Dann fragte ich ihn, ob er die Wochentage auf Deutsch aufzählen konnte:

„Montagg, Dienstagg, Frreitagg …!“ Uuuups ;-) Da fehlt doch was, oder? Also: klärten wir auch das; alle sieben Wochentage auf Deutsch. Teils auch wieder mit Hilfe von Jonart. Beim Aufzählen der Wochentage erzählte ich, was wir zu Hause an Sonntagen so machten. Ich erzählte vom  Kochen, Backen und von den Zutaten, die hier in Deutschland jeder im Haushalt hat oder haben sollte:

Salz, Pfeffer = Gewürze.

Kartoffeln, Möhren, Kohl … = Gemüse.

Hühnchen, Rind, ja auch Schwein ;-) = Fleisch.

Eier = die das Huhn legt :-)

usw.

Und alles erklärte ich an Hand von Bildern aus dem Lehrbuch, dass speziell auch für Flüchtlinge aus arabischen Ländern erstellt wurde bzw. die Deutsche Post/DHL als Unterrichtsmaterial zur Verfügung gestellt hatte. Es sah wirklich aus wie ein Schulbuch aus der Grundschule. Aber ein weiteres Lehrbuch war ebenso auch für Fortgeschrittene dabei.

Dann kamen wir auf das Lebensmittel Milch zu sprechen. Ich zeigte ihm an Hand von Bildern, wo Milch herkommt :-) z.B.: von der Kuh, der Ziege und dem Schaf. Darunter war auch ein Bild von einem Schwein und Dashtu zeigt prompt darauf. Ich musste lachen, denn - nein - es kommt keine Milch vom Schwein und da fragte er mich in gebrochenem Deutsch: „Warum nicht von Schwein?“ Ich versuchte daraufhin zu erklären: „Das weiß ich auch nicht wirklich, aber wenn ein Schwein Milch gibt, dann nur für seine kleinen Schweine-Babys - den Ferkeln. Die Menge ist auch viel zu gering und ein Schwein lässt sich bestimmt auch nur schwer melken.“  An dieser Stelle hätte ich mir einen Biologie-Lehrer an meiner Seite gewünscht ;-) 

Thema: Kochen. Ich fragte die beiden: „Was glaubt Ihr, wer in unserer Familie zu Hause meistens kocht?!“
„Du! - das kam schneller, als ich die Frage beenden konnte. Und dann löste ich auf: „Nö - meistens mein Mann!“

Zwei große Augenpaare guckten mich verdutzt an. Und da hatten wir’s: einer der vielen kulturellen Unterschiede und ein weiteres Thema, über das ich mit ihnen sprechen konnte. Ich erklärte ihnen, dass es doch am Ende nur um Eines ging: satt zu werden! Und wenn es dann noch toll schmeckt :-) ist alles gut!. Mein Mann kocht gern und mit Herz & Seele. Und was man gerne und von Herzen tut, das sollte man nicht verhindern. So einfach ist das.**

(** während ich das hier schreibe, klappert übrigens gerade jemand eifrig in der Küche und schwingt die Kochlöffel - DANKE …. lecker :)

Dann sprachen wir über  Gesundheit. Und über  Zufriedenheit. Und über Trauer. Drei Begriffe, die nicht einfach zu erklären sind, wenn jemand kaum Deutsch spricht. Aber Dashtu hörte aufmerksam zu und: verstand.

Ich erklärte, dass Gesundheit das Allerwichtigste im Leben ist. Und Gesundheit auch gleichzeitig Zufriedenheit bedeutet. Ein Mensch braucht nicht viel, um wirklich glücklich zu sein. Das Streben nach Dingen, die man im Grunde gar nicht braucht, macht das Leben schwieriger, als es eh schon ist. D.h. wir haben uns wirklich unterhalten! Und ich erzählte in einfachen Sätzen ein wenig aus meinem Leben, von meinem Beruf, dass meine Großmutter 14 Kinder :-) geboren und sieben davon im Krieg groß gezogen hatte. Damit schaffte ich insbesondere eine „Brücke“ zu Dashtu. Ich erzählte auch von dem großen Garten meiner Großmutter, in dem damals fast alles an Gemüse und Obst angepflanzt wurde, um sich selbst zu versorgen und satt zu werden und, dass wir wir als Kinder auch oft im Garten geholfen hatten.

Dann erwähnte ich noch ein Sprichwort - sozusagen mein Lebensmotto:  „Viele Tropfen füllen einen Eimer!“  Das Wort Eimer kannte Dashtu noch nicht. Jonart zeigte ihm einen Papier-Abfalleimer :-) welcher im Raum stand und ich erklärte ihm, was Tropfen sind: z.B. Regentropfen. Dazu erklärte ich ihm auch den Sinn des Sprüchleins:  „Weniger ist mehr!"

Als nächstes erwähnte ich:  „Man weiß nie, was als Nächstes um die Ecke kommt.“  Auch das Worte Ecke kannte Dashtu bisher nicht. Und somit zeigte ich ihm Ecken: Papierecken, die Ecke am Tisch vor uns, und wenn man den Raum verlässt und um die Ecke :-) geht. Und so erklärte ich ihm auch den Sinn des Satzes bzw. was damit gemeint ist.

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Zwischendurch schweiften wir ein wenig ab und ich erzählte, dass ich mich nach meinem Feierabend z.B einfach nur mal auf ein Glas Wein freute. Dashtu reagierte ganz aufgeregt:  „Warum Du wein??!“  Ich verstand erst beim zweiten Anlauf, weil Jonart einsprang und mich aufklärte: „Er denkt, Du weinst abends nach der Arbeit!“ Oh, tja … zum Weinen war mir nach der Arbeit tatsächlich des Öfteren ;-) zumute, aber das war es ja nicht, was ich sagen wollte: ich meinte das alkoholische Getränk, das aus Trauben gewonnen wird - und erklärte ihm den Unterschied:

Ich zeigte ihm ein Glas Wein und schrieb das Wort auf einen Zettel. Dann zeigte ich ihm das Bild einer Zwiebel, bei der man beim Schälen weinen musste - aber eben nicht aus Trauer. Dashtu musste - wieder - lachen! Wie schön …

Zum Schluss sagte mir Jonart: „Du bist ein sehr friedlicher Mensch!“

Das war eine sehr ungewöhnliche Beschreibung. Aber sie traf mich mitten ins Herz. Ich erhielt ihm Laufe meines Lebens bestimmt schon das ein odere andere Kompliment: nett, fleissig, zuverlässig ;-) …. Und jetzt kam eben noch friedlich hinzu - ja das bin ich wohl - ist mir so nie wirklich bewusst gewesen: friedlich - das ist für mich so völlig selbstverständlich. Aber dann wurde mir blitzartig klar: nicht für Dashtu und sicherlich auch nicht für Jonart. In ihren Heimatländern ist Frieden kein alltäglicher Zustand und hat eine ganz andere Bedeutung: dort ist Frieden eine alltägliche  Sehnsucht …

Und dann sagte Dashtu zu mir in holprigem Deutsch: „Du auch viel hast kämpfen!“ - dabei schlug er sich mit der Faust auf die Brust. Was er mir damit sagen wollte, war: ja, ich habe im Leben schon sehr viel gekämpft, das hat Dashtu wohl gespürt. Aber eben nicht im Krieg … nein, ich bin ein(e) Kämpfer(in) im Herzen. Oh ja.

Und Ihr? Ich bin sicher, es gibt viele Menschen, die „Kämpfer“ sind und Dinge anpacken, die nicht lange reden, jammern, meckern, lamentieren und nicht in allem das Haar in der Suppe suchen - sondern: die spontan die Dinge anpacken und helfen!

Glaubt mir - es lässt einen manches mit anderen Augen sehen. Das Leben ist nicht nur schwarz oder weiß. Es hat so viele Facetten, in dem wir auch das Leid anderer Menschen oftmals mit  Leichtigkeit  lindern könnten.

Nach Unterrichtsende gab ich Dashtu und Jonart noch jeweils zwei Postkarten aus meinem Sortiment mit auf den Weg, die ich selbst erstellt hatte:

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Ich erklärte den beiden, dass das Bild li. alte Briefkästen aus Holz zeigte, wie sie vor vielen Jahrzehnten hierzulande üblich waren.

Im Gegensatz dazu sehen Briefkästen heute oftmals so aus (s. Bild re.): ungeleert und überfüllt ;-) bzw. weil die digitale Post (E-Mail) auf dem Vormarsch ist.

Um so schöner, wenn man dann noch zur herkömmlichen Postkarte zurückgreifen kann - den Grußtext in Handschrift geschrieben und mit einer Briefmarke beklebt! Oftmals freut sich der Empfänger über solch eine persönliche und handschriftliche Nachricht viel mehr.


Ich überlege an dieser Stelle, was ich weiter tun kann. Bisher unterstützte ich hier und da z.B. die örtliche Aids-Hilfe, die Troisdorfer Tafel etc. Wie es insbesondere Dashtu weiter ergehen wird, weiß ich nicht. Vielleicht werde ich einen Weg suchen, ihm weiterh zu helfen. Wenn er dann um so schneller sein Ziel erreicht, hier „anzukommen“, dann ist es doch einfach nur ein Geben & Nehmen .. zwischen der oftmals unbedachten Kritik derer, die nur von außen betrachtet ihr Urteil fällen, um ihren eigenen Frust zu rechtfertigen. Dass in unserem Land Ängste entstehen, kann ich teilweise nachvollziehen. Aber grundsätzlich gilt hier:

Angst ist ein schlechter Ratgeber!


Wenn jeder von uns auch nur einen kleinen Teil „abgibt“, von dem, was er gut kann bzw. Wissen und Begabung mit diesen Menschen, die unsere Hilfe brauchen, teilt, haben wir doch am Ende alle mehr davon - das ist meine feste Überzeugung.

Ich möchte an dieser Stelle nochmals kurz auf das Integrationsprojekt der Deutschen Post / DHL hinweisen: auch andere größere Arbeitgeber hier am Standort bieten solche Möglichkeiten an und ich glaube: dies könnten noch viele weitere tun! Es ist eine guter Weg, Flüchtlingen Alltagssituationen sowie unsere Kultur und Werte nahe zu bringen und vor allem: die Deutsche Sprache. Viele nehmen diese Möglichkeit sehr dankbar an.

Vorurteile gegenüber Flüchtlingen liegen fern der Realität und sind ein: Wahrnehmungsfehler! Dies steht dem sozialen Zusammenleben entgegen. Jeder kann dazu beitragen, unser soziales Miteinander in unserem Land zu stärken.

Hier ein paar nützliche Links zum Thema Integration in der Region:


P.S.: zu diesem Blog-Artikel darf jeder seine Meinung äußern - dann aber bitte mit  Respekt & Anstand  - das haben mir meine Eltern und Großeltern nämlich so beigebracht!


* Namen geändert.

© Alex We Hillgemann / www.alexografie.de  -  Alle Rechte vorbehalten!