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Blog - 27.11.2016 Gaumenfreuden am 1. Advent

Die letzten Wochen, Tage, Nächte … waren sehr traurig. Und dann, gestern am Samstagmorgen, traf ein Paket ein - aus Obermoschel - die kleinste Stadt der Pfalz.

Welch eine (Gaumen)Freude! Von Quitten-Limone-Ingwer-Gelee, Feige-Kiwi-Konfitüre, Dornfelder Trauben-Konfitüre, Rotwein, ein Buch bis hin zu Kräuter-Likör … Besondere Aufmerksamkeit verdienen dabei der Gelee und die Konfitüre:

„… eine Kostprobe … einer Frühstücks-Spezialität - eine Creation aus Männerhand! … Mit konsequentem Abstand zu allgemein üblichen Angeboten - also weg von der krankmachenden Überzuckerung, den Antioxidanten, Farbstoffen, Geschmacksverstärkern und weiteren schädlichen Konservierungs-Zusätzen, der in Geschäften bzw. Märkten zu erwerbeneden Marmeladen. Dafür größtmögliche Reduzierung von weißen Rüben-/Rohrzucker, Verwendung von reifen, auserwählten Früchten unter Einbeziehung des eigenen Fruchtzuckers …“

SchneiderGeschenkeKonfituere271116

Auch ein Flaschenöffner :-) fehlte nicht - „Glück auf!“ Jawohl. Das konnten wir derzeit wahrlich besonders gebrauchen … ein Glück auf.

Wer war der Absender? Herr D. Schneider aus 67823 Obermoschel, den wir im September d.J. im Schmittenstollen kennen und schätzen lernen durften. Seine eindrucksvolle Bergwerksführung dort wird uns auf ewig in besonderer Erinnerung bleiben. Zum Dank übersandte ich ihm kurz nach dieser Begegnung einige Fotos und selbst entworfene Foto-Postkarten etc., die beim Besuch dort im Schmittenstollen entstanden sind - dies war mir eine besondere Ehre - ebenso auch von meinem Lebensbegleiter :-) - ein ehemaliger Bergmann.

Es stellte sich heraus, dass Herr Schneider - ebenso wie wir - einen besonderen Bezug zur Natur hat. Aus seiner „Ernährungsbewußten Spezialitäten-Manufaktur“ sandte er uns nun einige Kostproben. Also etwas ganz Besonderes - fern ab der Massenproduktion und alles mit Wohlbedacht und Herzblut hergestellt.

Heute - am 1. Advent - genossen wir daher unser Frühstück auf besondere Weise und als Erstes probierten wir seinen Quitten-Limone-Ingwer Gelee - ja, eine wahre Gaumenfreude :-) !

Ganz besonere Aufmerksamkeit verdient auch der handgeschriebene (!) Brief von Herrn Schneider - hier ein kleiner Auszug daraus:

„Hallo und Glück Auf … liebe Stollen-Bekanntschaft, 

über 4.000 Gäste durfte ich 2016 mit dem berühmten Schmittensollten bekannt machen. Dabei ist (mir) vieles schon passiert … aber so etwas … so etwas noch nicht!!! - Vielen Dank für Ihre sehr rührige Reaktion mit den wundervollen Foto-Kunst-Karten … und nicht zuletzt für die sehr eindrucksvolle Bergmanns-DVD über die Mitteldeutsche Bergbau-Geschichte …

Eine schöne, besinnliche Adventszeit wünschen Ihnen 

Bergmanns-Kumpel Diethard …


Die erste Freude - nach den letzten traurigen Wochen, Tagen und Nächten … Das konnte Herr Schneider nicht ahnen und daher traf das Paket am gestrigen Tag genau zum richtigen Zeitpunkt ein. Es lenkte uns von der Trauer ab … - den Verlust meines Vaters - dem wir ansonsten von unseren kleinen Urlaubsreisen innerhalb Deutschland auch immer besondere Spezialitäten mitbrachten.

Ja - so kann’s gehen: die unerwartete Begegnung einer kleinen Urlaubsreise im September d.J. in den Tiefen des Schmittenstollens  … die viel Freude mit sich brachte. In den Besitz solcher besonderer Spezialtäten bzw. Geschenke zu kommen macht uns zu glücklichen Menschen in unglücklichen Zeiten. Noch dazu, wenn man bedenkt, wieviele Menschen auf dieser Welt Hunger leiden müssen (an dieser Stelle nochmal Respekt an die Tafel in Troisdorf …).

Herzlichen Dank - Herr D. Schneider!!!

Mein Lebensbegleiter :-) wird heute Abend den bergmännischen „Glück auf!“-Kräuterlilör genießen - mit einem Schluck auf meinen Vater, der in unseren Erinnerungen weiterleben wird.


„Ein Hoch auf alle, die da graben,

nach Kohle, Salz und edlem Erz,

in rauher Schale schlägt erhaben,

des Bergmann’s großes, weiches Herz.“


Blog - 26.11.2016 Asche ...

… alles, was bleibt.

Aber nein - es ist viel mehr: Erinnerungen … schöne, traurige, verrückte. Und: wir - Deine Töchter, Papa.

Ja, ein verrückter Samstagmorgen war das heute. Um 03.30 Uhr lag ich hellwach im Bett. Konnte wieder mal nicht durchschlafen. Um 06.45 Uhr raffte ich mich dann auf, sortierte meine Gedanken und alles, was heute noch erledigt werden musste. Ich machte ein kleines Frühstück zusammen mit meinem mir angetrautem Weggefährten - Deinem Schwiegersohn - Dein „Frikadellenmacher" :-) … der Dich auch sehr vermisst!

Und dann: klingelt das Telefon. Eine liebe „alte“ Freundin: „… Ich bin in 10 Minuten bei Dir und dann fahren wir zum Waldfriedhof. Ich zeige Dir die Stelle … wo Dein Vater seine letzte Ruhe finden kann. Dort ist es echt schön, viele alte Bäume und es hat sogar was Gemütliches …! Ich denke, dass das Dir und Deiner Schwester bei Eurer Entscheidung helfen wird...“ Gesagt getan. Ich ließ alles stehen und liegen. Kurze Zeit später standen wir vor der Wiese - dem annonymen Urnenfeld - das unter dem Herbstlaub begraben war. Begraben … da war es wieder, dieses Wort in meinem Kopf, das ich nicht mochte.

WaldfriedhofTroisdorf261116d

Die Hinterbliebenen stellten dort liebevolle Erinnerungsstücke oder persönliche, kleine Geschenke ab. Manches davon erzählte kleine Geschichten, welche der- oder diejenige wohl mit dem Verstorbenen verbunden haben.

WaldfriedhofTroisdorf261116c


Wir gingen noch eine Weile über den Waldfriedhof spazieren. Viele, viele Jahre war ich nicht mehr dort. Als Kind habe ich mit meiner Großmutter das Grab meiner Ur-Großeltern dort regelmäßig besucht. Ich kann mich noch gut an den kleinen blauen Mantel erinnern, den ich dann meist trug.

Ja - tatsächlich ein wunderschöner Ort in unmittelbarer Nähe der Wahner Heide und dem Leyenweiher, den mein Vater so mochte. Dort hat er als Junge immer gespielt.

Wir sahen uns viele Gräber von unbekannten Menschen an, die oftmals bereits sehr früh verstorben sind. Und die Grabstätte der Gefallenen des 2. Weltkrieges. Bei einigen wenigen lagen sogar frische Blumen und kleine Gestecke vor den Steinkreuzen. Nach all’ der Zeit … um die 75 Jahre später.

WaldfriedhofTroisdorfLaubFeder261116


Mir geht es nun ein kleines Stückchen besser. Die Vorstellung, dass Du - Papa - nun an diesem Ort, im Schutz wunderschöner, alter Bäumen, Deine letzte Ruhestätte findest, ist tatsächlich ein schöner Gedanke. Ich werde Dich dort besuchen und bringe Dir dann immer eine Tüte Gummibärchen … mit :o) ! Und ich nehme dann meine "kleine“ Schwester an die Hand …  im Wechsel der Jahreszeiten … im Sonnenschein, im Regen, im Wind, durch’s raschelnde Laub …

Herz com


DANKE - Ricci! 



WaldfriedhofTroisdorf261116bb



Blog - 25.11.2016 … 7 Tage

… ohne Papa.

Die Sonne scheint und kaum eine Wolke ist am Himmel zu sehen, als ich heute Morgen aus dem Fenster schaute. Als Erstes erhielt ich eine liebe WhatsApp von meiner Schwester: „Guten Morgen :o) !“

Ich schaltete kurz den Fernseher ein: ZDF MoMa. Dunja Hayali führte gerade ein Interview mit Eva Moses Kor - einer KZ-Überlebenden. Als sie gefragt wurde, warum sie nach vielen Jahrzehnten ihren NS-Peiniger aufsuchte und ihm verzieh, sagte sie Folgendes:

"Ich hatte Macht über meine Vergangenheit. Ich konnte vergeben!“ 

Großartig und bewundernswert. Ja, und genau so habe ich es selbst bisher auch immer gehandhabt. Wenn auch mein Schicksal absolut nicht mit dem von Eva Moses Kor zu vergleichen ist. Vergebung heißt nicht vergessen. Aber man nimmt sich so selbst eine riesen Last von den Schultern.

Heute ist übrigens:  Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen!

PapaFotoJunge damals bb kl

Eine Stunde später: ich habe fürcherliche Kopfschmerzen. Eigentlich belanglos. Mir fehlt einfach nur Schlaf, wenn auch sehr viel Schlaf … Als Erstes erledigte ich Einiges an notwendigem Schreibkam. Nach einem kleinen Frühstück packte ich meine Tasche, setzte mich ins Auto und fuhr los, um einige wichtige Besorgungen zu machen. Auf dem Rückweg halte ich an Deiner Lieblingsbäckerei, Papa: Café Schlich in Troisdorf. Ich kaufe zwei kleine Brote, zwei Krapfen und zwei Quarkällchen. Dort um die Ecke hast Du als Kind gewohnt. Als ich die Straße überquere, stelle ich mir vor, wie Du spielend über den Bürgersteig gesprungen bist und wie Du dabei immerzu lachst. Dieses schelmige Jungenlachen - das hast Du Dir bis zum Schluß behalten.

Unterwegs war es schwierig, einen Parkplatz zu finden. Aber beide male, als ich meine Besorgungen machen musste, bekam ich jeweils noch einen freien Parkplatz! Juchhuuuu :-) Danke, Papa. Ich stelle mir vor, wie Du mir jetzt von da oben das Leben ein wenig leichter machst.

Wieder zu Hause angekommen, kommt mir mein Nachbar entgegen: 89 Jahre wird er jetzt im Dezember! Und Du? Du durftest nur 69 Jahre hier auf Erden sein - 20 Jahre weniger. Warum??? Wieder diese Frage, auf die es wohl nie eine Antwort geben wird. Der Nachbar sagt zu mir: „Alex, wie geht et Dir?“ Ich bedankte mich als Erstes für die Trauerkarte, die er uns in den Briefkasten geworfen hatte. Daraufhin entgegnete er: „Da muss ich mich noch entschuldigen, für die schlechte Schrift. Das Alter, weißt Du, ich kann ja nicht mehr so gut sehen.“ Ja, das Alter. Mit fast 89 Jahren kann man wahrlich von Alter sprechen.

In der Küche fange ich an zu kochen: Grünkohl mit Pinkel :-) - fast 2 Kilo! Schließlich ißt Du ja mit, oder? Ich weiß, dass Du das früher nie mochtest. Bis zu Deiner schweren Krankheit, als ich Dir zwischendurch Dein Essen brachte. Einmal eben Grünkohl. Ohje - Fettnäpfchen ;-) Du wolltest er nicht mal probieren. Aber dann: „Mensch, so lecker hab ich den noch nie gegessen!“ Lob vom Papa ist schon was Feines.

Nun sitze ich hier, schreibe an meinem Blog und denke: wieviel Zeit ist schon wieder vergangen, seit ich zuletzt meine Kamera in der Hand hatte? Einige Wochen. Vielleicht schaffe ich am Sonntagmorgen endlich mal wieder einen Spaziergang durch die Wahner Heide, in der Du auch früher immer als Junge gespielt hast. Mal schauen … Heute ist erst Freitag. Morgen Samstag. 

Das Leben ist nur in geringen Distanzen planbar. 

Das habe ich die letzten Jahre gelernt.


Blog - 24.11.2016 Begegnungen

6 Tage ohne Papa

Heute Morgen bin ich wieder früh aufgestanden - geschlafen habe ich kaum. Soviele Gedanken kreisen durch meinen Kopf. Noch vor dem Frühstück musste ich ein Telefonat mit dem Bestatter führen. Er nahm sich wieder alle Zeit. Danach war ich ein wenig beruhigter. Sovieles musste noch geklärt werden …

Ich stellte den Kaffeeautomaten an. Machte mir ein Brot mit Honig. Honig aus Finnland, den ich meinem Vater zum Geburtstag bestellt hatte und den er nun nicht mehr erleben wird. Ich aß mein Brot mit viel Ruhe und Weile, versuchte Kraft zu sammeln. Danach folgten noch einige nötige Telefonate und ich erledigte noch Dinge, die getan werden mussten - ob sie mir gefielen oder nicht.

Herze

Dazwischen noch ein Telefonat mit meiner Schwester.

Dann entschied ich spontan: ich fahre zum PORTA nach Köln-Porz. Gesagt, getan. Als ich mit meinen kleinen Besorgungen dort fertig war und an der Kasse wartete, steht vor mir ein hektischer (!), älterer (!) Herr. Er maulte die Kassiererin sehr unfreundlich an, weil er etwas nicht mehr bekam, was jedoch im aktuellen Werbeprospekt steht.

Kassiererin: "Da kann ich Ihnen leider nichts zu sagen, ich rufe Ihnen jemand von den Verkäufern."

Er: "Ist da jemand kompetent genug?!“ im sehr arroganten Ton.

Da kam auch schon eine Verkäuferin.

Und dann fing der ältere Herr an, noch lauter rumzumaulen!

In mir stieg Wut auf. Und ich entgegnete im ruhigen Ton:

"Warum regen Sie sich denn so auf? Haben Sie keine anderen Probleme? Probieren Sie es doch mal mit Geduld & Freundlichkeit - in Ihrem Alter sollte das doch möglich sein! Übrigens: ich wünschte, ich könnte hier jetzt auch wegen Weihnachtsdeko an der Kasse stehen. Stattdessen kaufe ich gerade Deko für die Beerdigung meines Vaters, der vor einigen Tagen mit nur 69 Jahren gestorben ist!"

Er zichte wortlos ab in Richtung Verkäuferin.

Die Kassiererin daraufhin: "Mensch, das ist aber verdammt wahr. Und das tut mir sehr Leid für ihren Vater und natürlich für Sie!" und drückte mir über den Thresen hinweg die Hand und den Arm - total herzlich!

(... im Auto kullterten mir danach einige Tränen das Gesicht herunter ;-( …)

Warum benehmen sich Menschen, wie dieser ältere Herr, so?? Man sollte viel bewusster handeln - vor allem im Umgang mit anderen Menschen. Man weiß nie, was als Nächstes um die Ecke kommt … Ein wenig mehr Geduld und Freundlichkeit kosten nichts und würden vieles im Leben erleichtern.

Blog - 23.11.2016 Weihnachtspaketeaktion ...

… nur noch 31 Tage bis Weihnachten bzw. Heilig Abend! 

Auch in Troisdorf und Umgebung gibt es viele notleidende Menschen, die an Weihnachten nicht an einem gedeckten Tisch sitzen können. Ebenso durch die hier lebenden Flüchtlinge hat sich die Anzahl der hilfsbedürftigen Menschen in der Region insgesamt vergrößert.

FlyerTafelTroisdWeihnPakete2016 Kopie


Lasst Euch etwas Schönes einfallen und notiert Euch den o.a. Termin! Die Troisdorfer Tafel freut sich, wenn alles weihnachtlich verpackt wird - nach Rücksprache mit den ehrenamtlichen Helfern darf sogar pro Paket 1 Fl. Sekt dabei sein :-) Die Weihnachtspakete sollten sich vor allem aber auch an Familien mit Kindern richten.

Um diese Aktion zu unterstützen, hat Alexografie Weihnachtspostkarten entworfen:

WeihnachtskarteAlexografie2015


Sie liegen bereits frisch gedruckt vor :-)  Wer sie anfordern möchte (nur, solange der Vorrat reicht), um so zu helfen, kann dies hier  tun - Danke vorab!

Weitere Infos Troisdorfer Tafel sind hier zu finden.


Blog - 21.11.2016 Fünf Tage ohne ...


… Papa.

Ich gehe in den Supermarkt, gehe an den Tüten mit Gummibärchen vorbei … den Zeitungen, die Du gerne gelesen hast. Gehe am Buchladen vorbei, ohne ein Buch zu kaufen. Schaue in meine E-Mails: alles Mögliche - aber keine von Dir - Papa. Nie mehr.

Ich kann ihn nicht mehr anrufen und um Rat fragen. Ich kann ihn nirgends mehr sehen, außer in meinen Erinnerungen und auf Fotos. 

Da ist niemand mehr, der mit solcher Inbrunst Witze erzählt.

Da ist keiner mehr, der sich über eine Tüte Gummibärchen und ein Buch freut und sich zum Geburtstag ein Eisbein oder Frikadellen wünscht.

Es wird keinen Grillgeruch im Sommer mehr gegeben. Da ist keiner mehr, der auf der Terasse sitzt und um drei Koteletts und ein Bier bittet.

Es kommen keine E-Mails mehr in großer Schrift - mit kurzen Sätzen und so vielen Tippfehlern, weil da nur noch eine fähige Hand zum Schreiben war: „Hallo große. hab keine gummibärchen mehr. nur noch 3 - 9 stck. bringst welche mit ...“ So gehandicapt er auch war - kaum je eine Zeile ohne Humor.

Und welche Tochter kann schon locker mit ihrem Papa ein Bier trinken? Wir konnten das - früher. Bis das Schicksal zuschlug. Schon wieder.

Gekämpft. So viele Jahre. Fast alles blieb auf der Strecke. So viel gegeben. Das Leben zurückgeholt. Noch ein paar gute Jahre im Kreise derer, die er um sich wünschte. Und jetzt: das Leben verloren. So schnell. Zu früh.

Aber: WIR sind noch hier - Deine Töchter.

Bitte pass jetzt von da oben auf uns auf - Papa!

TrauerkartePapa116kl


Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen
lachenden Munds.
Wenn wir uns
mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen
mitten in uns.

(Rainer Maria Rilke / 1875 - 1926)


Blog - 18.11.2016 Papa ...

Papa

PapaFotoJunge damals


Kurvenreich war es – Dein Leben.

Geschenkt hast Du es uns – das Leben.

Genommen wurde Dir nun – Dein Leben.

Der Tod weilt mittendrin – im Leben.


Hast nun Deinen Platz hoch oben in der Ferne.

Hier unten auf Erden hätten wir Dich gerne,

noch ein Weilchen hier behalten,

doch niemand kann die Zeit anhalten.


Nun bist Du frei von Schmerz und Leid,

leuchtest uns als Stern in der Dunkelheit.

Blendgrafik31

Von dort oben gibst Du nun auf uns acht,

behütest unsere Wege mit Wohlbedacht.


Was für immer bleibt, ist Dein Humor,

stehst jetzt bestimmt am Himmelstor:


„Hallo schaut, nun bin ich angekommen,

Ihr Seelenlosen und Ihr Frommen,

ich werd‘ jetzt einfach hier weitermachen,

und bringe Euch jeden Tag zum Lachen!

Das Jammern das war nie so meins,

drum Mitleid wollte ich auch keins.

Wenn nun auf die Erde Regen fällt

und es jeder dann für Tränen hält,

so wisset: nun fallen sie aus Freude,

dass bloß niemand seine Zeit vergeude,

mit Streit, Niedertracht und Neid,

nie mehr und zu keiner Zeit.

Auf Erden seid Ihr nur Gast für eine Weile,

drum haltet öfter inne ohne Eile.

Geht um mit Respekt und Wohlbedacht,

ab nun geb‘ ich von hier oben auf Euch acht!“


Ob am Himmel verdeckt,

hinter Wolken versteckt,

dort oben bist nun auch Du – Papa.


18. Nov. 2016

Deine Töchter A. & S.

- In Liebe und Erinnerung -


Blog - 11.11.2016

In den Karnevalshochburgen, so vor allem auch in Köln, beginnt heute die Karnevalssession - pünktlich um 11.11 Uhr. Derweil saß ich im Büro. Kein Glas Sekt oder Kölsch (wer mich kennt, der weiß: ich mag kein Kölsch ;-) - sorry!) Stattdessen jede Menge Telefonate. Und: Gedanken. Gedanken über die letzten knapp 2 Wochen. Krankenhausbesuche. Und was wird? Ich weiß es nicht. Abwarten.

Aber wie heisst es doch so schön? „Wir schaffen (auch) das!"

Zum Fotografieren blieb mit daher kaum Zeit. Aber: es gibt einen Fundus aus meinem Archiv, der nun hier seinen festen Platz in der "Galerie Buntes - Color“ einnimmt:

FabrikfensterSchoeller141007c


GaragentorBlau201007b

Blog - 01.11.2016 Wahner Heide

Heute ist Allerheiligen - ein christliches Fest, zu dem aller Heiligen gedacht wird. Mir ist vor allem Eines heilig: die Natur. So auch die wunderschöne Wahner Heide am letzten Sonntag gegen Abend:

Weitere Fotos der Wahner Heide sind hier zu sehen ...


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