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Blog - 27.08.2016 Liebenswerte Wattemonster

 Liebenswerte (kleine) Wattemonster:

Die Problem'schen einer Frau und wie sie diese „nutzt“ …

Wattestäbchen. Kennt jeder, oder? Grundsätzlich heißt es: um den Gehörgang zu reinigen, sind sie eher schadhaft und daher nicht ratsam*. Um kleine kosmetische Unfälle zu korrigieren, da machen sie schon eher Sinn.

*Bitte daher immer die Hinweise auf der Verpackung beachten!

Mittlerweile ist die Verpackung von sogenannten Wattestäbchen alles andere als langweilig und die Hersteller haben sich inzwischen Einiges einfallen lassen: von Karo-Muster über Animal-Print usw. lassen Verpackungsdesigner ihrer Phantasie freien lauf. Warum auch nicht? So ist die Wattestäbchen-Box mittlerweile im Bad als Dekoartikel anzutreffen und langweiligen, schlichten Kunststoff-Boxen laufen sie längst den Rang ab. Ebenso hat man sich auch bereits Gedanken gemacht, die Umverpackung umweltfreundlicher zu gestalten: so ist die Box teilweise nicht mehr kompl. aus Plastik, sondern überwiegend aus „Karton“. Sogar in biologisch abbaubarer Verpackung gibt es sie inzwischen zu kaufen.

Ich hatte mich zuletzt hierfür entschieden, da ich bisher mit diesem Produkt immer sehr zufrieden war:

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Hübsch, nicht wahr? (Und ja: die Unterlage ist selbst gehäkelt ;-)

Nützt nur alles nix, wenn der Inhalt nur zur Hälfte zu gebrauchen ist - so wie dieser:

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(Lieber Hersteller: falls Sie dies hier lesen/sehen sollten - noch hab’ ich sie, diese kleinen Wattemonster - EAN-Code: 4 010355 178268. Und nein: natürlich habe ich nicht mehr den Kassenbon. Wer hebt denn diese Papierschnipsel auch bei den üblichen Alltagseinkaufen ständig auf? Wohl die Wenigsten.)


Tja. Morgens schnell ein wenig Lidschatten aufgetragen, huschhusch ein paar kleine Patzer beseitigt - nee, sollte diesmal nicht sein!

Die Wattefussel hingen in meinen Wimpern - verflixt! Also, erstmal alles mühsam „rausfummeln“. Nächstes Wattestäbchen. Aber was war das? Das Nächste und Nächste … Aha, das war also die Ursache! Ein Wattestäbchen hat ja bekanntlich zwei Seiten. Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei, entspricht also, spätestens seit Erfindung der Wattestäbchen, nicht mehr der Wahrheit.

Jedes dieser Wattestäbchen war zu einer Hälfte nicht zu gebrauchen. Die Watte am einen Ende ragte ein Stück weit über das Kunststoffstäbchen hinaus und man konnte daher auch nicht gezielt kleine Schminkpatzer beseitigen. Produktionsfehler?

Nun gut. In meinem Fall ragten jetzt also weiße Wattefussel über meine Wimpern hinaus. Wie kleine Wölkchen. Lustig sah es schon aus. Aber weniger lustig ist, wenn man mit seiner Schminkprozedur morgens um 07.00 Uhr nochmals von vorn beginnen muss. Man(n) … Frau kennt das ja: die allgemeine Hektik des Morgens auf dem Weg zur Arbeit.

Also: Schadensbegrenzung. Dann eben ohne ordentlichen Lidschatten ins Büro! Dieser wäre zwar diesmal nötig gewesen, denn ich hatte an diesem Tag u.a. eine knapp 30-Minütige Präsentation durchzustehen und da will man(n) … Frau ja „perfekt“ aussehen. Aber wichtiger war wohl das, was mein Mundwerk zustande brachte und bis dahin werde ich wohl auch einen Weg gefunden haben, diesen lästigen Wattefussel aus meiner Wimper los zu werden!

Während der Autofahrt, bemerkte ich, dass mich etwas störte: klar! Wie sollte es anders sein? So ein verflixter Wattefussel hing immer noch in meiner Wimper am äußeren Rand des linken Auges! Ist während der Autofahrt nicht sonderlich ratsam, den Versuch zu starten, mit Hilfe des Rückspiegels, das Fremdkörpergefühl am Auge zu beseitigen. Am Firmengelände angekommen: Parkplatzsuche. Erfolglos! Ich irrte umher … mittlerweile nur noch blinzelnd, denn inzwischen tränte mein linkes Auge bereits. Ich parkte in meiner Not (Zeitdruck - versteht sich) auf dem Parkplatz des Nachbargeländes - also: widerrechtlich. Kaum stellte ich den Motor ab, kam auch schon der Hausmeister (blaue Latzhose ließ jedenfalls drauf schließen, dass es sich um einen solchen handelte) und bat mich, den Parkplatz bitte wieder zu verlassen. Er enttarnte mich deshalb als „Fremde“ so schnell, da ich - zugegebenermaßen - dies bereits schon öfters getan hatte. Nur meist hatte er scheinbar ein Auge zugedrückt. Tja, und das hatte ich diesmal auch - ein Auge zugedrückt! Nur mit dem rechten geöffneten Auge bettelte ich qausi um ein Bleiberecht. Ein paar kullernde Tränen auf meiner linken Gesichtshälfte verliehen meiner (Zeit)Not glaubwürdigen Ausdruck. Also gut: für heute durfte ich nochmal als „Gast“ dort parken. Ich hinterließ sogar freiwillig mein Visitenkärtchen, falls mein Auto dann doch zur Behinderung werden sollte. 

Puh, ein (knöllchenfreier) Parkplatz für einen ganzen Tag … dachte ich und huschte rüber ins Büro - auf die Minute (gerade noch) pünktlich.

Danke liebes, misratenes Wattestäbchen* Einen Tag (fast) sorgloses Parken und das nur 50 Meter vom Büro entfernt in einem dichtbesiedelten Industriegebiet, durch das ich fast jeden Morgen mit dem Auto umherirrte, um einen Parkplatz zu finden.

(*Die restlichen hebe ich mir vielleicht doch noch auf - wer weiß, für was sie zweckentfremdet noch alles gut sein können ;o)

Nachtrag:

Am 29.08.2016 antwortete mir das DM-Service-Team via Facebook:

"Hallo Alex, hier wurde es wohl versäumt die fehlerhafte Ware auszusortieren. Du kannst die angebrochene Packung gerne bei Deinem nächsten Einkauf umtauschen - auch ohne Kassenbeleg. Viele Grüße, Dein dm-facebook-Team“

DANKE - das nenne ich eine prompte Reaktion & ein fairer, unkomplizierter Vorschlag :-) *daumenhoch*!

Blog - 21.08.2016

Waldluft … nein WaldDUFT müsste es richtiger Weise heißen, am frühen Sonntagmorgen. Unterwegs entdeckte ich dies hier …

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... und diesen Hirsch, der sich hinter dem Farn versteckte und dann mich entdeckte. 

Mehr gibt es heute nicht zu erzählen. Auch solche Tage gibt es, die einfach vorübergehen, wie alle anderen zuvor auch. Zeit steht nie still, auch meine Gedanken nicht. Nur diese wenigen Momente habe ich heute für die Ewigkeit festgehalten und ich kann sie mir an anderen Tagen wieder anschauen. An guten, wie an schlechten Tagen.

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Blog - 20.08.2016 BIERweltweit

 Ein bierisch interessanter Abend in Siegburg 

Am 12.08.2016 brach meine Welt (fast) völlig zusammen - und zwar meine „Bierwelt“!

Dass es weltweit schätzungsweise bis zu rund 15.000 Biersorten gibt - davon alleine vermtulich ca. 6.000 in Deutschland - ist schon eine Erkenntnis für sich. Dass das sogenannte „Reinheitsgebot“ größtenteils nur eine Marketingstrategie ist, wundert(e) mich bis zu diesem Tage auch nicht wirklich. Wasser, Malz und Hopfen - mehr nicht - zumindest nach dem deutschen Reinheitsgebot (Urfassung aus dem Jahre 1516). So wird es uns täglich in den Werbespots und auf den Etiketten der Bierflaschen vermittelt. Doch dieses wurde im Laufe der Jahre verändert und angepasst. Dass in den gemein hin bekannten Biersorten, die der deutsche Bundesbürger i.d.R. trinkt und im Supermarkt um die Ecke oft in den Wochenangeboten zu finden sind, mitunter „Bierklärmittel“ = PVPP (Polyvinylpolypyrrolidon) als Filterhilfsmittel auf Kunststoffbasis verwendet wird, stimmte mich dann doch recht nachdenklich. Verwendet wird es u.a. auch, um eine längere Haltbarkeit zu erzielen. Das deutsche Reinheitsgebot macht vor allem eines nicht: Vorgaben zur Qualität der Rohstoffe, noch zum Herstellungsverfahren. Als Verbraucher erfährt man kaum etwas über Pestizidrücktände bei Hopfen und Malz oder von den verschiedenen technischen Hilfsstoffen, die beim Brauprozess bzw. der Herstellung der Rohstoffe selbst verwendet werden. Hopfen wird im Übrigen von vielen Großbrauereien in Form von industriell gefertigten Hopfen-Pellets oder Essenzen zugesetzt. Hopfen wird z.B. als Hopfenpulver oder als Hopfenauszüge verwendet. 

Das deutsche Reinheitsgebot ist also gar nicht so rein, wie es tut … und wie man bisher glaubte?

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Mehr darüber erfährt man von Markus Busch - dem Inhaber von BIERweltweit in Siegburg. Die Bierwelt ist gänzlich eine Wissenschaft für sich. Wer diese weiter ergründen will, der sollte an einer dortigen Bierverkostung teilnehmen. Am Ende des Abends weiß man vor allem Eines: nämlich, dass man eigentlich bisher über Bier (fast) nichts wusste! Markus Busch vermittelt einem auf humorvolle und spannende Weise viel Wissenswertes über Lagerbiere, Stouts bis hin zu Trappistenbiere uvm. sowie über das „Deutsche Reinheitsgebot“! Und dabei lernt man sogar das echte Biertrinken ;-) = genießen! - was hier keine Empfehlung für überhöhten Alkoholkonsum bedeuten soll. Meine persönliche Empfehlung: Rauchbier! War mir bis dahin auch völlig unbekannt, aber ich empfand es als absolutes Geschmackserlebnis. Ebenso Trappistenbiere sind für mich eine völlig neue Entdeckung. Diese Biere werden ausschließlich von Mönchen in Klöstern des Trappistenordens gebraut und der Erlös wird für soziale Zwecke verwendet. Die Herstellung selbst unterliegt einem strengen Qualitätssiegel. Trappistenbiere werden nach jahrhundert alten Traditionen gebraut. Ein Bier, dass man also zudem mit einem guten Gewissen trinken kann. Weltweit gibt es derzeit nur 12 Biere, welche die Bezeichnung „Trappist“ tragen dürfen.

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Am Beginn des Abends werden Käsewürfel und Brot gereicht. Und vor allem: Wasser - viel Wasser! Warum, wird einem spätestens nach dem 8. Bier (Weizen, Ale, Trapistenbier, Rauchbier …) klar ;-) Also: immer schön mehrere Schlückchen Wasser zwischendurch - dann schafft man auch noch pünktlich den Bus, die Bahn o.ä. Wer mit dem Auto anreist ist selber Schuld: der kann getrost auf dem Trockenen sitzen bleiben. Biere kennenlernen, genießen, trinken und Autofahren passen absolut nicht zusammen. Das sollte jedem klar sein!


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Zwischendurch findet ca. eine 20-minütige Pause statt. Währenddessen kann man sich bei BIERweltweit in Ruhe umschauen. Und man staunt nicht schlecht, welche Vielfalt an Sorten man entdeckt z.B. isländisches Bier - klar, mit einem schier unaussprechlichen Namen ;-) Ob’s schmeckt, werde ich spätestens voraussichtlich im September d.J. erfahren. Dann werde ich dem BIERweltweit einen weiteren Besuch abstatten und mit vieeel Zeit einige Sorten auswählen - zum Probieren und Verschenken (an wen, wird hier natürlich jetzt nicht verrraten!).

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Übrigens: die Bierverkostung eignet sich auch hervorragend als Geschenkidee!

Alles in allem war es ein besonderer Abend, den man so ganz sicher nicht an jeder Ecke erleben kann.

(DANKE an dieser Stelle an Lissy ;-) für’s Organisieren und natürlich auch an das nette BIERweltweit-Team!)

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P.S.: es klingelt gerade an der Türe! Ich hopfe …äh hopse mal geschwind zur Türe. Ah, die netten Nachbarn! Und was gibt’s? Bier aus Sachsen. Na, da hat wohl wer Gedanken lesen können - passt! Danke ihr Lieben! Dann moch isch mir doch jetze mol ne Flosche uff.



Letztes Foto unten = Nach etwa der 1. Hälfte des Abends ;-) der Bierverkostung.

Blog - 18.08.2016

Es gibt Tage …

… da sprechen Bilder für sich. 

Und:

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Blog - 13.08.2016 Die Frage nach der Schuld ...

 Die Frage nach der Schuld 

Wenn wir uns in zwischenmenschlichen Beziehungen falsch verhalten, wenn wir missverstanden werden, wenn wir ausgegrenzt werden, wenn wir Fehler begehen, wenn wir nicht zeigen können, wer wir wirklich sind … - wer ist daran Schuld?

Wir können uns die Umgebung, in der wir geboren werden, nicht aussuchen. Es ist schlichtweg eine Laune der Natur!

Wenn wir uns selbst suchen, um herausfinden, wer wir sind, ist das meist ein Prozess, der in der Kindheit beginnt = 

Entwicklung.

Wenn aber diese Entwicklung vom Elternhaus blockiert und nicht gefördert wird, dann begeben wir uns auf eine ständige Reise. Wir suchen nach Anerkennung, nach Liebe, nach Verständnis. Wir suchen uns  Häfen. In Häfen bleibt man nie für immer, sondern immer nur für eine gewisse Zeit. Reisende sind ständig auf der Suche nach sich selbst. Auf dieser Reise lassen sie Menschen zurück, die sie lieben und von denen sie geliebt werden. Für den Verlassenen ist das mit großem seelischen Schmerz verbunden. Doch für den, der verlässt, ist der Schmerz ebenso groß.

Menschen, die Häfen sind und Menschen, die Reisende sind, ziehen sich oft unbewusst einander an. Der eine sucht Halt, der andere will Halt geben. Es entsteht ein Konflikt, der oft viel zu spät bemerkt wird.

Reisende finden keinen Halt in ihrem eigenen Inneren. Die Ursache dafür liegt meist im Elternhaus. Fehlende Aufmerksamkeit, fehlende Anerkennung, keine Liebe, keinen wirklichen Halt … sind nur einige Beispiele. Eltern, die ihren Kinder keinen Halt geben können usw.: sind sie Schuld für die spätere Fehlentwicklung ihrer Kinder? Egal ob Desinteresse bzw. mangelnde Aufmerksamkeit oder Mißachtung der Kindesfähigkeiten oder gar Gewalt, Drogensucht und andere desaströse Umstände, die in einem Elterhaus herrschen können - sind dann diese Eltern Schuld? Warum sind diese Eltern so? Was hat sie dazu gemacht? Wiederum ihr eigenes Elternhaus? Und davor … und davor … und davor?

Wo fängt Schuld an?

Wir sollten uns nicht ständig danach fragen. Tun wir dies dennoch, begeben wir uns in eine Spirale: einmal sind wir ganz unten, dann wieder ganz oben und dazwischen werden wir umhergewirbelt. Wir finden keinen Halt. Wir müssen die Kraft aufbringen und diesen Halt in uns selbst finden. Andernfalls werden wir nie Halt erfahren und nie dauerhaft Halt geben können.

Es geht nicht um Schuld!

Es geht um Verantwortung gegenüber uns selbst. Erst, wenn wir uns dieser Verantwortung stellen, lernen wir, zu akzeptieren, wer und was wir sind:

Es beginnt die Entwicklung, die uns als Kind versagt wurde. 

Vielleicht liegt die Ursache, für die Frage nach der Schuld, auch ganz woanders. Es können traumatische Erlebnisse sein, die wir nie verarbeiten konnten, weil wir uns die Zeit nicht nahmen … und: weil wir nie um Hilfe baten.

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Wir haben Fehler, wir haben Macken & Makel, Ecken & Kanten. Das macht uns einzigartig und unverkennbar. Wir können geliebt werden, so wie eine Rose mit ihren Dornen und wer Liebe empfängt, kann auch Liebe geben. 

Wir müssen lernen, zu unseren Ecken und Kanten zu stehen: ein Diamant ist schließlich auch nicht nur glatt und nur rund. Aber jeder Diamant ist einzigartig. Mit einem Unterschied: 

In erster Linie müssen wir uns selbst gefallen und nicht den anderen!

Einige werden sich jetzt spätestens an dieser Stelle fragen: gehört das hier her? Hier in diesen Blog? Aber natürlich. Wie soviele Themen im Leben, die einen umtreiben … Und mich beschäftigt die Frage nach der Schuld derzeit ganz besonders. Wie auch hier bereits auf der Startseite steht:  "Alexografie vereint Bild & Wort miteinander, lädt zum Nachdenken … ein!“ Und ich denke viel nach. Derzeit ganz besonders. Und: ich möchte eine  Brücke  sein zwischen zwei Menschen, die nun getrennte Wege gehen. Auf dieser Brücke können sie innehalten und hinüberschreiten - in die eine oder andere Richtung. Die Brücke trägt ihre Last mit. Auch dafür sind Brücken da.

Die letzten Wochen waren - und sind - voller trauriger Erfahrungen. Ich habe Tag und Nacht mein Handy in greifbarer Nähe, was sonst gar nicht meine Art ist. Ich achte ständig darauf, kein Klingeln zu überhören und keine SMS zu verpassen, um dem anderen nicht das Gefühl zu geben, ich wäre nicht da …

Heute waren es 1,5 Stunden - am Telefon. Zuhören, verstehen, Rat geben. Aus einem weinenden Mund einen lachenden machen. Währenddessen stand meine Tasse Kaffee kalt auf dem Küchentisch und Frühstück fiel fast ganz aus. Die Hausarbeit, die getan werden musste, war nun kaum noch zu schaffen.

Wenn „derjenige" dies jetzt liest und denkt … „Verflixt, jetzt ich bin Schuld, dass …!“ 

NEIN! Es gibt dafür keine Schuld! Es wurde einfach nur Wichtiges von Unwichtigem getrennt: eine kalte Tasse Kaffee oder ein verpasstes Frühstück und gar ein Haushalt, der dann teilweise einmal liegen bleibt: was richtet das an? Den 3. Weltkrieg (der wird vermutlich derzeit akut aus ganz anderen Gründen auf dieser Erde heraufbeschworen)? Bekomme ich davon eine Erkältung? Und das immer noch ungeputzte Küchenfenster führt allenfalls dazu, dass ich mich noch weniger über zuviel Regen in diesem Sommer ärgere, da ich kaum noch hindurchgucken kann. 

Zum Schluss zählte nur Eines: Zugehört zu haben. Und hoffentlich dazu beigetragen haben, dass der Mensch am anderen Ende der Leitung lernt, nun die Weichen in seinem Leben neu zu stellen - in die richtige Richtung! Dass er erkennt, dass auf Regen immer wieder Sonnenschein folgt und der Hals zu gerade ist, um den Kopf hängen zu lassen. 


„Wende Dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter Dich!


Im Leben loszulassen, ist einer der schmerzlichsten Erfahrungen überhaupt. Auch Weinen gehört dazu, denn die Tränen sind die Selbstreinigung der Seele.

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Ebenso gehört Wut dazu - allerdings:

"In jeder Minute, in der man wütend ist, verliert man 60 Sekunden Fröhlichkeit!“

Ich hatte am anderen Ende des Telefons einen Hafen. Der Reisende hat diesen Hafen nun verlassen. Dieser Reisende hat keine Schuld. Der Hafen wird dem Reisenden die Freiheit geben, die er sich selbst vielleicht nie gab: die Freiheit auf der Suche nach sich Selbst und die Chance, sich endlich selbst zu finden und sich dafür die Zeit nehmen zu dürfen, die er braucht! Dieser Hafen hat die Kraft loszulassen. Diese Kraft erhält er auch aus dem Schmerz. Das ist zudem ein gesunder Selbstschutz, wenn auch ein Prozess von Wochen und Monaten … Innerhalb dieses Prozesses muss der Hafen lernen, keine Fragen zu stellen. Die Antworten kann der Reisende auf der Suche nach sich selbst kaum geben. Die Antworten bringt die Zeit. Diese Zeit beginnt mit: Losslassen.

Loslassen ist die reinste und aufrichtigste Form der Liebe. Aber auch die schwierigste.

Ich habe dem Hafen erklärt, das er der Einzige ist, der dem Reisenden die Freiheit schenken kann, die er braucht. SEINE Freiheit! Das war und ist seine Bestimmung. Der Reisend hat diesen Hafen aufgesucht, um sich letztendlich selbst zu finden. Diese Reise tritt er nun an. Und er wird sein Ziel erreichen!

Die Frage nach der Schuld stellt sich nicht. Folglich gibt es darauf auch keine Antwort. Eine Reise wird leichter, je weniger Gepäck man mit sich herumschleppen muss. Und auch für denjenigen, der loslassen muss, wird die Last mit der Zeit leichter und leichter.

Wir alle können das Vergangene nicht ändern. Wir können jedoch in der Zukunft Spuren auf unseren Wegen hinterlassen. Auf diesen sollten wir achtsam und umsichtig handeln.

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Vielleicht werden sich der Hafen und der Reisende eines Tages noch einmal begegnen und über die wunderschöne Zeit unterhalten, die sie lange miteinander verbunden hat. 

Gleiche Ursachen haben den Hafen und den Reisenden einst zusammengeführt. Alles hat seine Bestimmung im Leben.

Den Hafen kenne ich bereits seit 41 Jahren! Uns vereint der Fluss des Lebens. Mal geht es abwärts, mal geht es aufwärts. Dieser Fluss ist derselben Quelle entsprungen. Und diese Quelle wird nie versiegen: aus ihr entspringt alle Kraft.


„Wir können die Vergangenheit nicht ändern. Aber wir können Fußspuren in die Gegenwart setzen, die in der Vergangenheit bleiben und die Zukunft verändern.


Der Reisende behält für immer auch einen festen Platz in meinem Herzen. Bedingungslos. Ich weiß, dass er auf seiner Reise auch den Platz in seinem eigenen Herzen finden wird! Und meine Türe wird immer offen stehen ...


Es gibt keine Reise ohne Wiederkehr. Und kehren wir auch nur ins eigene Herz zurück, das einst den ersten Schlag in der Sekunde tat, in der wir geboren wurden.

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Ich bin eine Brücke im eigenen Hafen und hin und wieder reise ich durch’s eigene Ich ...

(Für S. & S. - jeder auf seinem Weg - und für alle Häfen, Reisenden und Brücken dieser Welt - im August 2016 aus tiefstem Herzen.)


Blog - 07.08.2016 Wahner Heide

Sonntagmorgen 07.00 Uhr. Kurz überlegt: Wahner Heide oder anderswo …!? Schnell entschieden: der Gute-Laune-Rucksack wurde gepackt und los ging’s.

Die Sonne schien bereits grell vom Himmel herab und bettete die bunte Vielfalt der Bäume und Sträucher der Wahner Heide in helle Strahlen. Keine Menschenseele. Der Dunst des frühen Morgens verbunden mit dem Waldduft sorgte für um so klarere Gedanken.


Schild keine FahrraederTroisd070816

Nach ca. 1 Stunde folgte wieder der Gang zur Troisdorfer Lieblingsbäckerei und auf dem Weg dorthin entedeckte ich eine neue TroMoSome ;o) (s. Foto li.).




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