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Blog - 29.07.2015 - Auszeichnung für die Flüchtlingsinitiative Lohmar-Siegburg

Ja genau - darüber sollte man sich freuen, denn es ist absolut verdient:


Die FI Lohmar-Siegburg e.V. erhält den diesjährigen Rheinischen Provinzialpreis: „Menschen füreinander – Menschen miteinander“. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.

„Das Leitbild und die Werte Ihres Vereins passen hervorragend zu den Zielen unseres Unternehmens und damit auch des Preises…“

Das Preisgeld erhält jeweils die Initiative, welche durch den Preisträger unterstützt wird. Preisträger ist in diesem Jahr der von uns seit Bestehen der FI sehr geschätzte Herr Dr. Rupert Neudeck, dem wir für seine Unterstützung ganz herzlich danken.

Wir freuen uns unglaublich darüber, dass unsere über 20 Jahre lange Arbeit im Flüchtlingsbereich eine derartige Wertschätzung erfährt.

(Quelle: http://www.fi-lohmar-siegburg.de/aktuelles/)


Blog - 27.07.2015


„Reiche Ernte“ bei uns daheim. Und „er“ hat sie gepflückt ;-) … *stooooolz*!

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Blog - 26.07.2015 … unterwegs für den guten Zweck.

Sonntag.

12.15 Uhr. Die Sonne scheint und es sind ca. 24°C, ein paar Wolken am Himmel. Für mich das perfekte Wetter. Nach einem ausgiebigen Frühstück packte ich meine Kamera in den Rucksack, stieg ins Auto und fuhr los. Völlig ohne Plan und und Ziel. Wer mich kennt, weiß, dass dies nur selten vorkommt. Naja, so insgeheim hatte ich schon so den ein oder anderen Gedanken, der mich anspornte: nämlich das derzeit hochaktuelle Thema:

Flüchtlinge - eine Herausfordung für die Stadt Troisdorf, die in nur 48 Stunden eine Notunterkunft für ca. 100 Flüchtlinge (darunter ca. 30 Kinder bzw. Jugendliche, nach aktuellen Informationen), auf Anordnung der Bezirksregierung Köln, vorübergehend schaffen musste. Hierfür wurde in der Dreifachturnhalle in Troisdorf-Sieglar innerhalb kürzester Zeit eine Unterbringung als Notunterkunft geschaffen. Die Flüchtlinge kamen auf direktem Weg hierher nach Troisdorf - im Rahmen einer Erstaufnahme, also ohne bisherige Registrierung oder medizinische Untersuchung. Diese erfolgte nun hier vor Ort. Derzeit weiß man weder über die Nationalität Genaueres, noch über die eigentliche Herkunft der geflohnen Menschen. Ein Kriesenstab bestehend aus Verwaltung, Feuerwehr, DRK und etlichen freiwilligen Helfern beschäfitigen sich derzeit mit der Bewältigung der Situation. Die Anwohner wurden mit Info-Briefen informiert. Für ca. 3 Wochen sollen die Flüchtlinge in der Dreifachturnhalle in Troisdorf-Sieglar untergebracht werden.

Kurz zuvor noch am reichlich gedeckten Frühstückstisch sitzend, stellte ich mir die ganze Zeit vor, wie Menschen z.B. aus Syrien aus dem Bombenhagel tausende von Kilometer fliehen, ihr Hab & Gut, ja sogar ihre ganze Existens, aufgeben müssen. Ich gab mir ziemlich Mühe, diesen Gedanken zunächst zu verdrängen. 

So fuhr ich also nach Troisdorf-Sieglar in die Edith-Stein-Straße … langsam … vorsichtig. Denn ich kam mir vor wie ein Eindringling in eine unbekannte Welt. Verrückt, oder? Als ich direkt vor dem Eingang der Notunterkunft stand, erschien alles wie immer: ruhig, nichts Aufflälliges - außer ein paar Schilder und einsame Kleidersäcke, welche die Menschen aus der Umgebung wohl dort abgestellt hatten, entdeckte ich nichts, was darauf schließen lies, was sich wohl hinter den Türen und dicken Steinwänden gerade abspielte. Traumatisierte Menschen, die alles zurück lassen mussten. Menschen aus fernen Ländern, fremden Kulturen, Menschen, die unsere Sprache wohl kaum oder gar nicht beherrschen. Völlig auf Hilfe anderer angewiesen. 

Vorsichtig holte ich meine Kamera heraus … Ich wollte kein Paparazzo sein … keine Menschen ungefragt fotografieren. Nein - ich wollte schlicht und ergreifend einfach nur das mit der Kamera einfangen, was ich gerade in diesem Moment sah. Und das war die Unauffälligkeit. Das nur Erahnen können der Schicksale, die sich dort hinter den Steinwänden abspielten. Gleichermaßen für die Flüchtlinge, als auch für die helfenden Hände dort - Menschen die sich einsetzten - völlig vorbehaltlos hatten sie entweder den Beruf entsprechend gewählt oder nahmen ihr Ehrenamt wahr. Die dort abgestellten Kleidersäcke … von fremden Menschen getragene Kleidung u.ä. Menschen, die selbst eine eigene Geschichte hatten. Die aus Troisdorf stammten oder auch nicht. Die sich auf den Weg gemacht hatten, um auf diese Weise ihre Solidariät mit den Flüchtlingen zu bekunden und ihre Hilfsbereitschaft zeigten. Hilfsbereitschaft? 

SieglarNotunterkunftFluechtlinge260715

Wie ich so da stand … mit meinem Auto … meiner Kamera - ich kam mir selbst  hilflos vor! Anders kann ich es nicht beschreiben. Zu Hause hatte ich bereits drei Kleidersäcke gepackt incl. ein wenig Kinderspielzeug. Ich hoffte, diese in Kürze auf sinnvolle Weise an die dafür eingerichteten Sammelstellen abgeben zu können. Auch hängt dort gleichzeitig noch ein Banner der „DKMS“. Ein Ort voller Hilfe, dachte ich.

Für die betroffenen Kommunen ganz sicherlich ein schwer zu bewältigene Aufgabe mit nur schwer einzuschätzenden Kosten zum jetzigen Zeitpunkt … Eine weitere Herausforderung wird sein: die Anwohner nicht unnötig zu beunruhigen - denn wir wissen alle: es ist ein Thema, das die „Gemüter spaltet“ und Nährboden für Meinungen bildet, denen Einhalt geboten werden muss. JETZT vorbehaltlos zu helfen wird ganz sicherlich das Problem nicht ganzheitlich lösen - es aber minimieren - da bin ich ganz sicher! Den geflohenen Menschen aus fremden Ländern und Kulturen den Weg in die Integration zu ebnen ist die einzige richtige Entscheidung. Denn der Flüchtlingsstrom wird nicht abreißen … zu gewaltig sind die (Hinter)Gründe - ob die immer größere werdende Schere zwischen Reich & Arm … den Waffenlieferungen gewisser Länder, Hunger- und Klimakatastrophen, die Gier, das Streben nach Macht usw. Wir müssen uns der Situation stellen, in dem wir alle gemeinsam helfende Hände reichen - den Flüchtlingen - als auch uns selbst untereinander! Nur so können wir die Zukunft ein Stück weit vor Chaos und Zusammenbruch bewahren.

12.45 Uhr. Auf dem Rückweg fuhr ich die Sieglarer Straße entlang und entdecke etwas, bei dem es wohl auch um „HILFE“ ging. Am Eingang eines Grundstückes stand auf großem Karton geschrieben: „FLOHMARKT“ für den guten Zweck …“ Für welchen guten Zweck, dachte ich!? Kann doch eigentlich aktuell nur für die gerade eingerichtete Notunterkunft sein - die sich ja fast direkt um die Ecke befand, oder!? Ich drehte kurze Hand um, parkte mein Auto in einer Seitenstraße, schnappte meinen Kamerarucksack erneut und ging zu Fuß zu dem Grundstück. Beim Betreten fielen mir als Erstes die vielen verschiedenen Hunde auf. Ringsherum zudem etliche Tische mit „Kunst & Krempel“, wie man so sagt - Fundstücke einer Hausauflösung und Einiges hatten Anwohner der Umgebung bzw. aus dem Bekanntenkreis wohl gespendet bzw. zum Verkauf zur Verfügung gestellt. Kaffee & Kuchen für die Besucher war ebenso reichlich vorhanden. Ich sprach spontan eine Dame an und fragte sie nach dem „guten Zweck“. Ulla A. Elsenheimer gab mir bereitwillig Auskunft: der Erlös sollte zu 100 % an eine Tierorganisation in Thailand gehen u.z. an „Elfes World Thailand“ - eine Auffangstation für in Not geratene Hunde & Katzen in Koh Samui. Die Hunde werden vor allem vor dem illegalen Hundefleischhandel in Thailand gerettet:

ElfesWorldUllaA Elsenheimer Lady260715org

Während der Unterhaltung mit Frau Ulla A. Elsenheimer wurde wieder Eines deutlich: man kann nicht überall helfen! Aber, man kann sich entscheiden - denn viele Tropfen füllen einen Eimer … so ein Sprichwort. Jede noch so kleine Hilfe in Form von Taten oder Spenden kommt dem Ziel näher und unterstützt das ehrenamtliche Engagment.

16.00 Uhr.  Ich fuhr nochmals vor Ort in die Notunterkunft für die Flüchtlinge in der Dreifachturnhalle (Edith-Stein-Str.) in Troisdorf-Sieglar … und war anschließend fast „mittendrin“, habe die 3 Taschen sehr gut erhaltene Kleidung abgegeben incl. Kissen/Handtücher abgegeben und kurz mitgeholfen, Einiges von den Kleidungsstücken zu sortieren. Kleidung bzw. Handücher und Decken wurden dort getrennt entgegen genommen. Auf diese Weise habe ich noch kurz eine nette Dame kennengelernt, die mir beim Tragen geholfen hat (Danke an die Unbekannte - ich hab leider nicht nach dem Namen gefragt *sorry*!). Inzw. wurden wohl die Flüchtlinge alle untersucht und registriert. Lt. Auskunft der freiwilligen Helfer dort vor Ort stammen viele wohl aus Syrien, Irak etc. jedoch insgesammt aus 15 Nationen - FÜNFZEHN (ich war ziemlich sprachlos in diesem Augenblick).
Mein pers. Eindruck gerade ... ich kann es nur schwer beschreiben und werde das erstmal für mich im Stillen "verarbeiten". Ich will weder urteilen noch beurteilen und schon gar nicht: vor- oder verurteilen! Dafür war ich zu kurz dort. Denn ich ziehe den Hut vor denen, die schon seit letzten Freitag dort sind und tatkräftig mit anpacken. Eine der ehrenamtlichen Helferinnen war gerade auf dem Weg nach Hause - 24 Stunden ohne Schlaf ... so sagte sie es mir.

Meine Erkenntnis für den heutigen Tag: Troisdorf ist eine Stadt voller Hilfe - und das ist gut so!

Wer sich informieren will - hier die Telefon-Nr. des Bürgertelefons: (0 22 41) 90 09 00 oder direkt auf der Website der Stadt Troisdorf.

18.15 Uhr. Es ist noch immer Sonntag … der 26. Juli 2015. Ich werde jetzt die noch verbleibende freie Zeit genießen, jedoch auch viel nachdenken ... Morgen startet eine weitere Woche mit unbekannten Aufgaben und Herausforderungen. Aber erst einmal freue ich mich für heute über einen gedeckten Tisch (Danke an meine „bessere Hälfte“ ;-), ein gemütliches Bett am Abend mit einem Dach über dem Kopf. Frei von politischer Verfolgung, Bombenhagel … Ich bin sehr froh, hier leben zu können - in Troisdorf! Hoffen wir, dass das so bleibt!!!

Blog - 12.07.2015

Endlich mal wieder Zeit für’s Foto-Archiv! Daher nun auch hier verewigt: „Knorkator“ - live in Berlin im Juli 2008 …

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Blog - 05.07.2015 Schon gewusst?

Wissenswertes:

„Wie viele Farben kann der Mensch sehen?“

Normalerweise kann ein Mensch ca. 500.000 Farbempfindungen wahrnehmen - ein „Tetrachromat“* kann jedoch ca. 99 Millionen Farbschattierungen unterscheiden! Diese Menschen haben aufgrund eines Gendefektes vier, statt nur drei Arten von Farbrezeptoren, ähnlich denen mancher Insekten sowie Fische und Vögel.

* „tetra" (griech.) = vier  / „chroma“ (griech.) = Farbe


„Warum sehen wir unter Wasser unscharf?“

Die Augen der Menschen haben sich im Laufe der Evolution an das Element bzw. Medium Luft angepasst. Damit auf unserer Netzhaut ein scharfes Bild entsteht, muss das Licht gebrochen werden. Dies geschieht durch das Zusammenspiel der Linse, Glaskörper und Augenhornhaut. Das Licht im Wasser wird jedoch anders gebrochen, als an der Luft: Lichtwellen fallen zuerst hinter die Netzhaut, anstatt direkt darauf - somit sind wir unter Wasser weitsichtig, und das mit ca. 50 Dioptrien Sehschwäche. Abhilfe: eine Taucherbrille sorgt für Luft zwischen Wasser und Augen. Das verschafft uns wieder nahezu klare Sicht unter Wasser.

Blog - 28.06.2015

23° C = genau die richtige Sommertemperatur für einen kleinen Ausflug auf’s Blumenfeld. Diese wunderschöne Dahlie pflückte meine „bessere Hälfte“ ;-) für mich. Klar, da konnte ich nicht anders, als sie für die Ewigkeit „einzufangen“. Nun hat sie einen Platz in meiner Galerie „Buntes - Color“: 

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